Die Gossauerinnen hatten Mühe ins Spiel zu kommen. Eschenbach zeigte sich als einen hartnäckigen Gegner, der in den ersten Minuten zu mehreren guten Chancen kam. Trotzdem war es nach einem Querpass von Sybille Tanner Lea Grütter, die nur noch einschieben musste und Gossau somit 1:0 in Führung bringen konnte. Es war weiterhin ein hart umkämpftes Spiel, dass nicht von vielen Toren geprägt wurde. In der 10. Minute zahlte sich allerdings Flurina Kuhns Hartnäckigkeit aus und sie konnte einen Abpraller zum 2:0 verwerten. Durch ein schön herausgespieltes Tor von Lara Guillod und einem Weitschuss von Tanja Herrmann konnten die Gossauerinnen ihren Vorsprung sogar auf vier Tore erweitern. Kurz vor der Pause lag der Ball jedoch doch noch einmal hinter der Torhüterin Seraina Bolliger. Motiviert den Vorsprung weiter auszubauen, lag der Ball jedoch plötzlich ein zweites Mal im Gossauer Tor. Dann aber kam eine Demonstration der Gossauerinnen. Innerhalb von kurzer Zeit konnten Kuhn, Grütter, Kilchsberger und Eugster wieder einen komfortablen Vorsprung herstellen. Diesen liessen sie sich dann trotz einigen kleinen Unsicherheiten nicht mehr nehmen. Schlussendlich war es Kilchsberger, die auf Pass von Sabrina Schletti einen schönen Konter abschliessen konnte und so für den Endstand von 9:4 sorgte. Ein Spiel, dass zuerst mehr vom Kampf als von Toren geprägt wurde, wurde also doch noch zu einem torreichen Spiel. Der erste Sieg und somit das erste Teilziel waren also schon mal erreicht.
Auch das Spiel gegen die Jona Uznach Flames gestaltete sich lange torlos. Es gab Grosschancen auf beiden Seiten und vor allem die Gossauerinnen scheiterten mehrmals an der Latte oder dem Pfosten. Schlussendlich war es in der 12. Minute Pia Eugster, die das Skore eröffnete und Gossau verdient mit 1:0 in Führung brachte. Die Flames Spielerinnen zeigten sich als hartnäckige und starke Gegnerinnen, was auch der Grund war, dass die beiden Teams mit einem sehr knappen Spielstand von 1:0 für Gossau in die Pause gingen. Kurz nach Wiederanpfiff kamen die Gossauerinnen aber zu ihrem ersten Überzahlspiel. Nachdem sie insgesamt 2 Pfostenschüsse zu beklagen hatten und Coach Leimbacher zur Geduld mahnte war es dann Kilchsberger, die auf Pass von Eugster das 2:0 buchen konnte. Doch wer glaubte, dies sei eine Vorentscheidung, hat sich getäuscht. Nur wenige Sekunden nach dem 2:0 konnten die Jona Uznach Flames den 2:1 Anschlusstreffer erziehlen. Das Spiel war weiter hart umkämpft. Es gab Chancen auf beiden Seiten, jedoch waren es die Flames, die den Ausgleichstreffer bejubeln konnten. Nach einem schnell ausgeführten Freistoss war die stark spielende Seraina Bolliger ein zweites Mal bezwungen worden. Beflügelt durch den Ausgleich erziehlten die Flames daraufhin auch noch das 2:3 und Gossau sah sich das erste Mal plötzlich im Hintertreffen. Aufgeben aber wollte natürlich niemand! Darum stellten die Gossauerinnen auf zwei Powerblöcke um und zudem durften sie sich ein zweites Mal im Powerplay probieren. Auch das zweite Mal konnte dieses ausgenutzt werden. Pia Eugster traf mit einem satten Schuss und die Zuschauer konnten den verdienten Ausgleich bejubeln. Gossau wollte jedoch den Sieg. Das Spiel war an Spannung kaum zu überbieten. Mehrere Male konnte die gegnerische Torhüterin den Ball noch von der Linie spedieren und dadurch die Gossauer Fürhung verhindern. Dann fasste sich jedoch Melanie Egli ans Herz, tankte sich durch die ganze Abwehr durch und konnte 50 Sekunden vor Schluss zum vielumjubelten 4:3 einschiessen. Das Spiel war ein harter Kampf, doch durch ihren grossen Wille zum Sieg konnte sich Gossau schlussendlich doch noch durchsetzen und führen jetzt ohne Verlustpunkte die Tabelle an.
Geschrieben von Lea Grütter
UHCevi Gossau – Jona Uznach Flames 4:3 (1:0, 3:3)
Walenbach, Wetzikon