Geschichte

Im Sommer des Jahres 1993 plante Stefan Woodtli unter Beihilfe von Reto Zollinger und Matthias Fehr erstmals einen Unihockeyclub zu gründen. Bereits im Oktober ging es los mit einer ersten Plauschmannschaft von circa fünf Spielern, die einmal pro Woche trainierten. Monat für Monat wurden es mehr Spieler und sie nahmen auch an verschiedenen Turnieren teil.

Im Sommer des Jahres 1995 kamen einige Sponsoren und so konnte sich der Club eigenes Unihockeymaterial beschaffen.

Am 23. März 1996 erfolgte die offizielle Gründung des UHCevi Gossau und am 3. Mai war die erste ordentliche Generalversammlung mit 25 Mitgliedern und einem Vorstand von fünf Personen. Es wurde eine A-Mannschaft für die Saison 96/97 beim SUHV (Schweizerischer Unihockey Verband) angemeldet. Am 6. Oktober erfolgte das erste Meisterschaftsspiel und am 27. Oktober wurde die allererste Heimrunde im Schulhaus Berg durchgeführt. Ende desselben Jahres gab es auch eine erste Juniorinnen-Mannschaft.

1998 zählte der Club bereits 62 Mitglieder, vier Mannschaften wurden beim Verband angemeldet und eigene Banden wurden erstellt. Die Saison endete erfreulich und wurde mit einem Ausflug in den Europapark gefeiert.

Ende 1999 gewann der UHCevi seinen ersten Pokal mit der Herrenmannschaft und wurden somit Cosmic’s-Cup-Sieger. Im April 2000 stiegen sie - zur grossen Freude des ganzen Clubs - in die 3. Liga auf.
An der 5. Generalversammlung tritt Gründungsmitglied Stefan Woodtli als Präsident zurück. Neugewählt wird Matthias Fehr.

Im April 2002 stieg die Herrenmannschaft I in die 1. Liga auf, die Herren II in die 3. Liga und dieses Jahr direkt in die 2. Ein weiterer Erfolg war die Teilnahme der A-Junioren an den Ostschweizermeisterschaften. Im Frühjahr 2004 erreichte das Herren Team erstmals die Play-Offs.

Die Saison 04/05 war eine weitere Erfolgsgeschichte. Die Juniorinnen B nahmen an den Schweizermeisterschaften teil und die Herren I erreichten den Cupfinal. Doch das war noch nicht der Höhepunkt.

In der Saison 05/06 stiess die Herrenmannschaft in den Cupfinal sowie in die Play-Offs vor. In den Play-Offs setzte man sich durch und wurde zum ersten mal Schweizer Meister.

In der Saison 06/07 erspielten sich die Herrenmannschaft erstmals in der Vereinsgeschichte den Cupsieg und dazu noch den Schweizer Meister. Die Damenmannschaft gewann die Gruppe in der 2. Liga und stieg somit in die höchste Spielklasse (KF) auf. Zudem führten die Gossauer die Junioren C doppelt. Im Schnitt beendeten alle Mannschaften die Saison sehr erfolgreich.

Die Saison 07/08 war bis dato die erfolgreichste überhaupt für den ganzen Club. Die Männer holten das Double, alle Junioren/-innen Teams qualifizierten sich für die Endrunde und die Juniorinnen A wurden sogar Vizemeister.

Auf höchstem Niveau erlebten wir einen kleinen Durchhänger beim Herren I in der Saison 08/09mit Endstation Cuphalbfinal und Playoff Final. Die Juniorinnen A sowie auch die Junioren A waren äussert erfolgreich. Die Junioren sicherten sich nach unzähligen Teilnahmen an den Endrunden erstmalig den Meistertitel.

Die Saison 09/10 war wiederum ein voller Erfolg. So wurde das Herren Team zum vierten Mal Schweizer Meister. Die Damen drangen bis in den Cup Halbfinal vor und die Junioren A wurden Vizemeister.

dfg

Erfolge kommen in Gossau selten allein. In der Saison 10/11 spielten die Gossauer Teams wieder ganz vorne an der (nationalen) Spitze. Die Damen spielten erstmals in einem Cupfinal und gingen auch gleich als Sieger vom Platz. Die Herren drangen ebenfalls bis nach Bern vor, doch eine mickrige Sekunde vor Ende der Partie kam das bittere Ende. Die Damen wie auch die Herren spielten sich bis in die Playoff Finals vor, die sie beide für sich entscheiden konnten und somit wurde zum ersten Mal in der Geschichte des Kleinfeldunihockey der Meister bei den Damen und den Herren vom gleichen Verein gestellt. Die A & B Junioren konnten ebenfalls überzeugen und spielen an den Schweizermeisterschaften. Und zu guter Letzt stiegen die Herren II noch in die 2. Liga auf.

Es war allen klar, dass die erfolgreichste Saison nur schwer zu topen war. Trotzdem spielten Damen und Herren 2011/2012 wieder ganz vorne mit. Zwar verabschiedeten sich die Herren schon früh im Viertelfinal vom Ligacup, die Damen drangen aber bis in den Final vor, in welchem sie unglücklich 3:4 verloren. In der Meisterschaft standen nach dem Gruppensieg, sowohl Damen und Herren schliesslich im Playoff-Final. Während die Damen ihren Titel erfolgreich verteidigen konnten, mussten die Herren mit dem Vizemeistertitel Vorlieb nehmen.

Die doppelte Cupfinalteilnahme des Damen- und des Herren Teams war 2011 ein Novum in der Geschichte und wurde als einmaliges Ereignis bezeichnet und man bedauerte damals, dass der doppelte Cupsieg nicht gelang.

Schweizermeister Herren/Damen 2013Dass Gossau in der Unihockeypresse auch immer wieder „das Mass der Dinge im Kleinfeldunihockey“ genannt wird, konnte in der Sensationssaison 2012/2013 erneut bewiesen werden: Mit beiden Liga-Cupsiegen und den zwei Siegen in der Schweizermeisterschaft (mit den B-Junioren sind es sogar drei) haben die Gossauer Damen und Herren alle vier möglichen Titel in einer Saison geholt und Unihockey-Geschichte geschrieben.

Nach dieser Maximalsaison wusste jedermann, dass es so nicht weitergehen konnte. Und trotzdem konnten auch in der Saison 2013/2014 schöne Erfolge gefeiert werden. Die Herren verteidigten das Double und die Damen holten den vierten Titel in Folge. Nur im Ligacup war bereits im Halbfinal Schluss, da Auslandabwesenheiten und Verletzungspech nicht kompensiert werden konnte und das Team zu sehr schwächte.

Nach all den schönen Erfolgen in den vergangenen Jahren auf höchster Ebene waren die Erwartungen auch für die Spielzeit 2014/2015 hoch gesteckt. Doch dieses Mal überwiegten die enttäuschten Gesichter für einmal. Aber ohne Titel musste man dann am Ende doch nicht bleiben. Die Damen wurden zum fünften Mal hintereinander Schweizermeister und die Junioren B gewannen den Titel in ihrer Kategorie. Zudem standen Damen und Herren im Ligacupfinal und die Herren wurden Vizemeister hinter Kappelen. Trotz allem eine sehr erfolgreiche Saison mit der maximal möglichen Anzahl gewonnener Medaillen bei Damen und Herren. Silber glänzt bekanntlich auch ganz schön, wenn auch erst ein bisschen später...

Golden Goal Linus WidmerÜberstrahlt wurde die Saison 2015/2016 vom achten Meistertitel, den die Herren mit einem Golden Goal durch Linus Widmer in Maienfeld gegen Blau-Gelb Cazis errangen. Damit wurde das für Gossauer Verhältnisse frühe und unglückliche Ausscheiden - allerdings gegen Topfavorit Kappelen - im Viertelfinal des Ligacups mehr als kompensiert. Die Damen auf der anderen Seite erreichten den Ligacupfinal, in welchem sie jedoch von den Red Devils dominiert wurden und mit Silber vorlieb nehmen mussten. Äusserst knapp verfehlten sie dann die Playoff-Final-Qualifikation gegen Oekingen. Das erste Halbfinalspiel verloren sie unglücklich nach einem Golden Goal, im Rückspiel liessen die Zürcher Oberländerinnen den Solothurnerinnen keine Chance , um dann in der Belle erneut das Golden Goal zu kassieren, anstatt selbst zu erzielen. Trotzdem darf die Saison 2015/16 alles in allem als sehr erfreulich bezeichnet werden.

Die Saison 2016/17 wurde bei Damen und Herren als Übergangssaison deklariert, mussten doch in beiden Teams Abgänge in Kauf genommen und neue Mitspieler integriert werden. Insbesondere bei den Damen war die Personaldecke ziemlich dünn und als dann noch Verletzungspech von Schlüsselpersonen dazukam, durfte auch der grösste Optimist nicht mehr an Titel glauben. Trotz den nicht optimalen Voraussetzungen schafften es die Damen in beiden Wettbewerben bis ins Halbfinale vorzudringen und schrammten dabei nur knapp an einer Finalqualifikation vorbei. Wären den Damen die beiden Halbfinalqualifikationen zu Beginn der Sasion angeboten worden, sie hätten zweifellos gleich unterschrieben. Unter den gegebenen Umständen darf die Saison 2016/17 trotzdem als eine Erfolgreiche bezeichnet werden.

Golden Goal durch Matthias KellerGanz ähnliche Voraussetzungen hatten die Herren. Umso heller strahlt der fünfte Ligacupsieg in der Geschichte des Vereins. In den Cupfinal stiegen sie gegen den hohen Favoriten Nuglar United als Aussenseiter und wurden dieser Rolle bis 100 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit durchaus gerecht, bevor dann innerhalb 22 Sekunde die irre Wende vom 8:11 zum 11:11 folgte. Mit dem Golden Goal von Topskorer Matthias Keller nach 24 Sekunden der Verlängerung war das «Wunder von Bern» perfekt. Damit war allerdings das Pulver verschossen, aber wen kümmerte das schon nach diesem Glanzpunkt! In den Playoff-Viertelfinals war der Fromhöhepunkt merklich vorbei und die logische Konsequenz war das Ausscheiden gegen ein nicht wirklich starkes Wiler-Ersigen. 

2017/18 war dann die Saison, in welcher bei den Fanionteams erstmals seit gefühlten 10 Jahren kein Titel mehr errungen werden konnte.Das Herren I verspielte im Ligacup-Halbfinal einen 6-Tore Vorsprung gegen Kappelen und in den Playoff-Viertelfinals gegen Nuglar United kassierten sie zweimal ein Golden Goal, nach dem das erste Spiel in der Serie noch gewonnen wurde. Junioren B, Schweizermeister 2018Die Damen I kämpften sich gar bis ins Playoff-Finale, in welchem sie gar den grossen Favoriten im ersten Spiel dank einem Golden Goal ins Straucheln brachten. In den folgenden beiden Partien setzen sich die Favoritinnen aus Oekingen dann klar durch. Immerhin Silber, das nach einer Saison mit viel Verletzungspech und dadurch einem sehr ausgedünnten Kader, je länger desto mehr strahlt.
Für das Highlight sorgten aber in dieser Saison die Junioren. Die B-Junioren marschierten souverän auch durch die Finalrunde und holten sich die Goldmedaille. Die C-Junioren, ebenfalls für die Finalrunde qualifiziert, rundeten die Vereinsbilanz mit einer feinen Bronzemedaille ab, nach dem sie im kleinen Final Erzrivale Blau-Gelb Cazis 9:7 niedergerungen hatten.
Sämtliche Resultate von allen Teams können hier heruntergeladen werden.

Ligacupfinal 2019In der Saison 2018/19 gab es erneut keinen TItel für den UHCevi Gossau. Immerhin erreichten die Damen den Cupfinal gegen die UHT Semsales, in welchem sie sich nach einem enttäuschenden Spiel klar geschlagen geben mussten. Und das war auch schon der Saisonhöhepunkt. Beide Fanionteams erreichten immerhin noch die Playoff-Halbfinals, in welchem sie an den späteren Meistern - die Herren an Cazis relativ deutlich und die Damen an Oekingen sehr knapp - scheiterten. 
Auch bei den Junioren gab es keine Medaillen, allerdings ganz knapp und unglücklich schrammten die B- und C-Junioren mit je einem vierten Platz an den Finalrunden daran vorbei. Die A-Junioren verfehlten die Finalrunden nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses. «Reculer pour mieux sauter» lautet somit das Motto für die nächste Saison.
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