Nur diejenigen Fans mit einer allzu rosaroten Brille haben bei der Halbfinal-Auslosung laut gejubelt, als den Gossauerinnen der letzte verbliebene Unterklassige zugelost wurde. Den spätestens seit dem letzjährigen Halbfinal gegen die gleichen Gegnerinnen, bei welchem die Gossauerinnen nur knapp mit 9:7 die Oberhand behielten, sind die Stärken der Berner Oberländerinnen bekannt. Damals rauschten sie durch die dritte Liga und dieses Jahr mit demselben rasanten Tempo durch die zweitoberste Spielklasse. Folgerichtig stehen sie verlustpunktlos an der ersten Stelle mit dem beeindruckenden Torverhältnis von 120:22 oder noch krasser ausgedrückt mit 15:3 pro Spiel! Auch wenn in der Meisterschaft erst 8 von 18 Spielen absolviert sind, braucht man kein grosser Prophet zu sein, um den Aufstieg der Bernerinnen vorauszusehen. Und ganz oben werden sie nicht nur mitspielen, sondern die Westgruppe ganz gehörig aufmischen. Oekingen, Semsales, Riehen etc. bitte warm anziehen!
Das ist zwar alles noch Zukunftsmusik und viel näher liegt natürlich die Möglichkeit, sich für den Cupfinal in Bern zu qualifizieren. Was letztes Jahr knapp verfehlt wurde soll nun dieses Jahr klappen, auch wenn nach Meinung der Berner Oberländerinnen, die «Losfee brutal zugeschlagen» habe, erlauben wir uns die Frage, für wen sie denn derart brutal zugeschlagen habe... Jedenfalls müssen sich die vermeintlichen Favoritinnen in diesem speziellen «Oberländerderby» etwas ganz besonderes einfallen lassen, wenn sie zum siebten Mal im Berner Wankdorf einlaufen wollen. Wir sind aber überzeugt, dass sie sich etwas einfallen lassen werden - für genauere Auskünfte diesbezüglich halten sich die Verantwortlichen bedeckt - und ein dramatischer Kampf auf Augenhöhe steht uns bevor.
«...und ewig grüsst das Ottertier...» melden die Gäste auf ihrer Website, seit ihre Halbfinalgegnerinnen bekannt wurden. Dies beweist, dass sie sich schon frühzeitig und intensiv mit ihrem Gegenspielerinnen auseinadersetzten und sich wohl kaum in irgend einer Art überraschen lassen werden. Nicht einmal dadurch, dass ihre beste Spielerin - unabhängig vom Spielausgang - ein Ottertier mit nach Haus nehmen wird!
Am 14.1.2017, 18:00 Uhr in der Dreifachturnhalle Mettlen in Pfäffikon wird es auf alle offenen Fragen Antworten geben!
Nur wenige Kilometer entfernt findet bereits um 17:00 Uhr im Roosriet in Rüti der andere Halbfinal statt. Die Floorball Riders treffen auf das favorisierte Oekingen, das wie die Gossauerinnen schon eine reiche Cuperfahrung hat. Ganz unerfahren was Cupfinals anbelangt sind die Floorball Riders jedoch auch nicht, erreichte vor wenigen Jahren das Grossfeldteam den Final und mindestens eine Akive von damals wird ihre Erfahrung im Kleinfeldteam einbringen können. Ein Sieg der Zürcher Oberländerinnen wäre zwar eine Überraschung, ein Selbstläufer für Oekingen wird es aber auch nicht werden. Wir sind gespannt auf den «Super-Saturday»
