Fünf Spiele, fünf Siege in den vergangenen 2 Jahren sehen auf den ersten Blick nach einer klaren Angelegenheit aus und die Favoritenrolle scheint umgehend verteilt. Aber beim näheren Hinschauen sieht das geübte Auge des Fachmanns, dass es jedes Mal ziemlich knapp wurde und zum Teil auch eine gehörige Portion Glück mit im Spiel war.
Es ist nun ziemlich genau zwei Jahre her, als die Zürcher Oberländerinnen im Ligacup-Viertelfinal auf die Thalerinnen trafen und die Erinnerungen an diesen Fight sind noch so präsent, als wäre es gestern gewesen. «Wer am Sonntag-Abend bezüglich Spannung auf die Rechnung kommen wollte, war zu Hause beim «Tatort» definitiv an der falschen Adresse» stand damals im Spielbericht und in der Tat Spannung pur mit Happy-End für Gossau war das Motto im Rosriet in Rüti. In einem ausgeglichenen Spiel führten die Gosauerinnen programmgemäss 4:3 nach dem ersten Drittel, um dann in den nächsten 30 Minuten nichts Zählbares zustande zu bringen. Die Thalerinnen andrerseits zogen bis gut zehn Minuten vor Schluss auf 8:5 davon und die Fans rechneten schon mit dem Schlimmsten. Aber dann hatten die Gossauerinnen lange genug ohne Output auf der Ketchup-Flasche herumgedrückt und alles kam auf einmal! Fünf Tore in drei Minuten, die Führung war perfekt und wurde, auch wenn es noch einmal eng wurde, bis zum Schluss verteidigt.
Dieses Mal haben die Zürher Oberländerinnen kein Heimspiel sondern dürfen ins schöne Muotathal reisen, wo zweifellos heissblütige Fans der Einheimischen erwartet werden. Zudem sind die Schwyzerinnen sehr stark in die Saison gestartet, sind nach 4 Spielen noch ungeschlagen und liegen auf dem Playoff-Platz 3. Zudem haben sie die stärkste Defensive der Liga, umsomehr als das Spiel gegen einen der Meisteschaftsanwäreter, die Red Devils, bereist - mit einem beachtlichen 2:2 - absolviert wurde.
Gossau ist ebenfalls erfolgreich in die Meisterschaft gestartet und liegt verlustpunktlos an der Spitze. Auch in den vorangegangenen Cuprunden traten die Zürcher Oberländerinnen ausserordentlich souverän auf, ja mit dem 50:5 gegen Bülach Floorball egalisierten sie mit einem wahren Schützenfest den Klubrekord der Herren.
Trotz allem, die Aufgabe in der Stumpenmatt wird keine leichte sein. Das Muotathal hat mehr zu bieten als einige knorrige Wetterschmöcker, nämlich nicht zuletzt hervorragende Unihockey-Spielerinnen und Spieler. Das weiss man in Gossau natürlich schon länger, sonst würde bei den Herren I nicht «der Mann aus dem Muotathal» im Kader stehen und die Fans mit seinen Toren entzücken...
Das Spiel wird am Sonntag, 22.10.2017 um 13:00 in der Stumpenmatt in Muotathal angepfiffen und ist mit dem Privat-PW in 75 Minuten erreichbar. Und für alle die noch nicht genug Spannung erlebt haben, für den «Tatort» am Abend reicht die Zeit allemal...
