Bern? Ja gern! So sah das Ziel der Gossauerinnen vor diesem Spiel im Exil in Turbenthal aus.
Der aus Sicht vieler Zuschauer, sowie Spieler vorgezogene Cupfinal startete sehr rasant. Bereits in der zweiten Minute konnten die Ö-Queens in Führung gehen. Diese hielt aber gerade mal 18 Sekunden, bevor Brecher mit einem Drehschuss den Ausgleich erzielen konnte. Es war ein hartes, körperliches Spiel. Beide Teams schenkten sich nichts. Ein erneuter Drehschuss, dieses Mal von Marty, brachte Gossau in der neunten Minute in Führung. Dieses Resultat sollte sich bis zur Pause nicht mehr ändern. Dies auch vorallem wegen den stark aufspielenden Torfrauen auf beiden Seiten.
Im zweiten Drittel mussten sich die Zuschauer länger auf ein Tor gedulden. Nach vielen Chancen auf beiden Seiten, welche allesamt keine Tore generierten, war ein angetäuschter 4:3 Freistoss in der 33. Minute am Ursprung zur Gossauer Zweitore-Führung. Der Gegner konzentrierte sich dabei zu stark auf die vierte Spielerin, welche den Ball aber gar nicht zugespielt bekam. Tanner hatte dadurch freie Schussbahn und konnte die Führung auf zwei Tore ausbauen. Keine Minute später konnte Eglauf den Nachschuss von Brecher verwerten, der Frust von Oekingens Schmid sass dabei so tief, dass sie Eglauf gleich noch umcheckte (alles auf Video), obwohl das Tor bereits gefallen war. Trotzdem schien der Frust nicht bei der ganzen Frauschaft so tief zu sitzen, denn in der 35. Minute gelang den Gästen der Anschlusstreffer zum 4:2.
Im letzten Spielabschnitt gaben die selbsternannten Königinnen noch eimal richtig Gas und konnten bis zur 46. Minute das Spiel wieder ausgleichen. Somit war 14 Minuten vor Schluss wieder alles offen. Eine Balleroberung in der Mittelzone durch Eglauf konnte für einen Konter genutzt werden. Tanner musste den Ball, welcher sie von Eglauf erhalten hatte nur noch über die Linie schieben. Eine 2-Minuten Strafe gegen die Solothurnerinnen konnte nach kurzer Zeit durch Marty ebenfalls genutzt werden. Somit hatten die Gossauerinnen erneut ein zwei Tore Polster. Leider hielt dieses Polster nicht sehr lange, denn es ging Schlag auf Schlag. In der 54. Minute konnte Oekingen wieder aufschliessen. Ebenfalls in der selben Spielminute gelang Brecher ein weiterer Treffer. Es blieben noch 6:18 zu spielen, um den Gossauer Traum wahr zu machen. 3:18 Minuten vor Schluss dann ein weiterer Treffer der Gäste. Nur noch ein Tor Vorsprung und noch so lange zu spielen! Die Solothurnerinnen waren sich solche Situationen gewöhnt, und jeder wusste, dass sie dieses Spiel noch drehen könnten. Glücklicherweise gelang das nicht und die Damen des UHCevi Gossau dürfen ein weiteres Mal nach Bern reisen. Am 23.02.19 treffen sie dort morgens um 09:30 auf den UHT Semsales.
32:01 Tanner (Eglauf) 3:1, 33:31 Eglauf 4:1, 34:17 Vogel 4:2;
40:57 Schmid (Zülle) 4:3, 45:44 Jäggi 4:4, 48:31 Tanner (Eglauf) 5:4, 53:02 Vogel (Jäggi) 5:5, 53:32 Brecher (Marty) 6:5, 53:35 Marty (Guillod) 7:5, 56:42 Jäggi (Vogel) 7:6.
