Immerhin, das Gute daran ist, dass die Zürcher Oberländer für einmal schon im 1/16-Final zu Hause antreten und sich eine weite Reise ersparen können. Damit sind aber bereits alle Vorteile für den fünffachen Ligacupsieger aufgezählt und ein vertiefter Blick auf die Faktenlage bestätigt, dass es am nächsten Sonntag zeimlich eng werden könnte.
Noch vor zwei, drei Jahre wäre jeder KF-Experte angesichts der in der Westgruppe deutlich im zweiten Teil herumdümpelnden Fribourgern zur Tagesordnung übergegangen und hätte sich bereits mit dem möglichen Achtelfinalgegener herumgeschlagen. Aber die Sensler - lange Jahre ein fester Bestandteil der 1.-Liga Westgruppe - präsentieren sich heuer nach dem Abstieg und dem sofortigen Wiederaufstieg wie Phoenix aus der Asche in neuem Glanz. Mit beeindruckenden Resultaten frästen sie durch die Regular Season, erzielten 180 Tore, d.h. 10 pro Spiel (!) und kassierten nur deren 81, also zwischen 4 und 5 pro Spiel. Mit diesem Schwung fegten sie den ehemaligen Playoff-Teilnehmer Blumenstein in den Auf-/Abstiegs-Playoffs gleich mit 22:5 und 20:10 weg. Ja, der «Kleinfeldkenner» aus dem Forum will Flamatt gar in die Playoffs schreiben... «Dieses Team ... wird im Kleinfeld noch für viel Gesprächsstoff im positiven Sinne sorgen», wurden die Fribourger von niemandem Geringeren als dem Doublesieger Blau-Gelb Cazis geadelt, nachdem sich die Blau-Gelben im letztjährigen Ligacup-Viertelfinal lange die Zähne ausgebissen hatten und am Ende auch nur dank Empty-Nettern noch klar mit 19:14 siegten.
Die routinierten Gossauer wissen, was sie erwartet, auch wenn sie - man glaubt es kaum - zum ersten Mal auf die Sensler treffen. Die Vorbereitung auf die Saison verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle, das 1/32-Finale am Lac Léman gegen Jongny gewannen sie mit 20:7 souverän und im Surseecup landeten sie auf dem Podest, nachdem immerhin Titelkandidat Nuglar ausgeschaltet wurde. Gegen Flamatt sind nun erstmals in der noch jungen Saison wieder aller Cracks an Bord. Gespannt sind wir alle natürlich auf den Neuzugang aus Uster, auf Thomas Aellig, ein Mann mit viel Routine und Durchsetzungsvermögen. Ebenfalls neu bei Gossau ist der Mann an der Bande, Headcoach Thomas Schoch. Ein kühler Kopf in hitzigen Situation kann Gold wert sein...
16.9.2018, 14:00 Uhr Gewerbliche Berufsschule Wydum, Wetzikon
