Heimrecht für die Playoffs nach Vierpunkte-Ertrag an der Heimrunde

Meisterschaft
8:4 Sieg gegen Wild Goose...
8:4 Sieg gegen Wild Goose...

Zwei Spiele, zwei deutliche Siege, vier Punkte, Heimrecht für die Playoffs gesichert! Was will man mehr? Klar, die Bilanz am Ende des Tages könnte nicht besser sein und trotzdem gab die Darbietung in der jeweils ersten Hälfte der beiden Partien zu denken. 2:4 gegen die Gänse kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit und 0:2 gegen Ramba Zamba kurz vor der Halbzeit waren gegen die Aussenseiter wirklich nicht das gelbe vom Ei. Da glichen sich die beiden Partien wie ein Ei dem anderen und der aufmerksame Beobachter hatte das Gefühl als ob hier jemand auf «copy - paste» gedrückt hätte. Nun, die Verantwortlichen des UHCevi haben diese beiden ersten Halbzeiten auch zur Kenntnis genommen und werden das bestimmt in den folgenden Tagen ansprechen. Wir wollen hier auch nicht mehr weiter darauf eingehen und festhalten, dass der «copy-paste»-Effekt auch im positiven Sinn für die zweiten Halbzeiten angewendet wurde und an den Resultaten der zweiten Halbzeiten von 6:1 und 5:0 gibt es wirklich nichts herumzumäkeln. 

Die Ausgangslage für die 8. Meisterschaftsrunde war klar. Die Playoffs waren erreicht, mit vier zusätzlichen Punkten konnten die Zürcher Oberländer das Heimrecht in den Viertelfinals sichern und sollte Leader Cazis patzen hätte der Rekordmeister gar die Leaderposition erobern können. 

Das Spiel gegen Wild Goose Wil-Gansingen begann mit einem Paukenschlag der eher unangenehmen Art. Gerade mal neun Sekunden waren gespielt, als die Aargauer bereits zum 0:1 einnetzten. Die Zürcher schienen noch nicht so richtig im SPiel angekommen zu sein und es passte nicht allzu viel zusammen. Es war dann auch typisch für das Spiel, dass der Ausgleich durch Walther nicht wirklich herausgespielt war sondern einer seiner Geniestreiche, die der unberechbare 39er immer wieder dem Publikum bietet. Die Gänse blieben aber am Drücker und hatten mit einem Lattenschuss dann auch noch Pech. Den Gossauern gelang weiterhin wenig und so kam es wie es kommen musste, Gansingen ging erneut in Führung. Als dann der dritte Block der Gossauer doch begann Druck auszuüben auch den Ausgleich durch den Südamerika-Rückkehrer Keller bewerkstelligen konnte, waren die Anhänger der Zürcher entdeckt und eine intime Kennerin der Szene meinte spontan:«Er chans also immer na...»! Nun, die Morgenröte wärte nicht lange und die Aargauer legten vor der Pause wieder eine Länge vor.

Auch wenn ein Eintore-Rückstand im KF-Unihockey noch nicht alle Welt bedeutet, wurden die einheimischen Anhänger mit einem flauen Gefühl in die Pause entlassen, welches nicht besser wurde, als kurz nach Wiederbeginn das 2:4 fiel. Aber dann fanden die Herren vom UHCevi Gossau - endlich ist man geneigt zu sagen - einen höheren Gang. Innerhalb gut drei Minuten sorgten die Routiners Linus Widmer auf Pass von Brühwiler, d'Hooghe, bedient von Keller und dann dasselbe in umgekehrter Reihenfolge für die Wende. Insbesondere dem dritten Block mit d'Hooghe, Keller und Rüegg gelang es jetzt immer besser Druck aufzubauen und die Gänse zu Fehlern zu verleiten. Doch vorerst blieb es beim knappen Vorsprung. Acht Minuten vor Schluss fiel die Vorentscheidung. Linus Widmer mit seinem zweiten Treffer zum 6:4 und Brülhart im Powerplay uzm 7:4, nachdem Hürlimann zuvor noch mit einem Penalty am Gänse-Torhüter scheiterte sorgten für klare Verhältnisse. Hürlimanns 8:4 auf ein schnelles Abspiel von Bieri wenige Sekunden vor dem Ende war dann die definitive Entscheidung zum doch noch deutlichen 8:4 Sieg.

Der zweite Gegner Ramba Zamba Merenschwand war auf dem Papier der leichtere Gegner als Wild Goose Gansingen. Aber aufgepasst, der Zweitletzte der Tabelle überfuhr die fliegenden Pinguine mit 9:3 und war bereit alles zu geben, um die Playouts zu vermeiden.

Immerhin liessen sich die Zürcher Oberländer dieses Mal nicht mehr erwischen, aber ihr Spiel glich demjenigen im ersten Spiel vor der Pause beängstigend, es passte nicht viel zusammen und Zählbares gab es auch nichts. Dies änderte sich Mitte der ersten Halbzeit, als sich die Aargauer der Skorertafel erbarmten und zum ersten Mal einnetzten. Und es kam noch dicker für Gossau,. Vier Minuten später stand es bereits 2:0 für den Aussenseiter und die Gossauer Anhänger hatten erneut Grund, nervös zu werden. Nicky Walther beruhigte die Nerven ein Bisschen mit dem Anschlusstor, aber bei Halbzeit lag der Favorit gegen den Zweitletzten der Liga immer noch zurück.

Nicky Walther war es dann erneut, welcher kurz nach Halbzeit zum Ausgleich einnetzte. War der Bann nun gebrochen. Nicht unbedingt. Brühwiler wurde in die Kühlbox geschickt und Gossau musste sich vorerst im Boxplay bewähren. Und das taten sie äusserst geschickt. Ramba Zamba wurde nur selten gefährlich und immer wieder konnten gefährliche Konter lanciert werden. Kurz vor Ablauf der Strafe konnten die Aargauer einen solchen nur noch regelwidrig stoppen undder Penalty-Pfiff von Hercli Christoffel blieb nicht aus. Das war nun eine Aufgabe für Wyler,

der diese vorzüglich löste. Ob dieser Penalty nun als Shorthander in die Statistik eingeht oder nicht ist egal. Hauptsache drin und die Führung auf Gossauer Seite. Die paar verbleibenden Sekunden in Unterzahl wurden auch noch überstanden und die Kür konnte spätestens nach Brülharts Treffer zum 4:2 beginnen. James Bücheler mit einem Doppelpack in der  letzten Minute - das zweite mit 4:3 - machte dann den Deckel obendrauf und das 6:2 Schlussresultat Tatsache.

Die vier Punkte waren damit im Trockenen, das Heimrecht für die Playoffs gesichert. Da aber auch Cazis seine Hausaufgaben erwartungsgemäss - wenn auch beim 6:5 gegen die fliegenden Pinguinen nur äusserst glücklich und knapp - bleibt in der Tabelle alles beim alten. Cazis und Gossau Kopf an Kopf mit 27 Punkten voran, die Bündner allerdings mit einem um 26 Toren besseren Torverhältnis. Noch ist der Gruppensieg für die Zürcher Oberländer möglich, die eine Voraussetzung sind zwei Siege gegen den Tabellenletzten Regensdorf und Spreitenbach und die andere  weit unwahrscheinlichere, dass Cazis gegen denselben Tabellenletzten Regensdorf oder die Tigersharks Punkte einbüssen würde. Konzentrieren wir uns auf das, was wir selber beeinflussen können!

Wild Goose Wil-Gansingen – UHCevi Gossau 4:8 (3:2, 1:6)
Dreifachhalle Mettlen, Pfäffikon ZH. – 50 Zuschauer. – SR H. Christoffel.
Tore: 00:09 Wild Goose 1:0, 03:12 Walther 1:1, 15:02 Wild Goose 2:1, 16:46 Keller (d'Hooghe) 2:2, 18:38 Wild Goose 3:2;
21:58 Wild Goose 4:2, 22:59 L. Widmer (Brühwiler) 3:4, 23:39 d'Hooghe (Keller) 4:4, 26:32 Keller (d'Hooghe) 4:5, 32:08 L. Widmer (Hürlimann) 4:6, 34:35 Brülhart (Hürlimann) 4:7 (PP), 39:54 Hürlimann (Bieri) 4:8 (EN).
Strafen: Wild Goose 1-mal 2 Minuten, UHCevi Gossau keine Strafen.
UHCevi Gossau: Bieri; Frauchiger, Brülhart, Walther; Hürlimann L. Widmer, Brühwiler; d'Hooghe, Keller, Rüegg; Wyler.
Bemerkungen: UHCevi Gossau ohne K. Diener, Frank und Bücheler (überzählig), B. Widmer, Leimbacher, Baumgartner, L. Baltisberger. 32:45 Hürlimann verschiesst Penalty.
 
Ramba Zamba Merenschwand – UHCevi Gossau 2:6 (2:1, 0:5)
Dreifachhalle Mettlen, Pfäffikon ZH. – 50 Zuschauer. – SR H. Christoffel.
Tore: 10:05 Merenschwand 1:0, 14:12 Merenschwand 2:0, 16:04 Walther (Brülhart) 2:1;
23:40 Walther (Frauchiger) 2:2, 27:33 Wyler 2:3 (Penalty), 30:35 Brülhart (Walther) 2:4, 39:19 Bücheler 2:5, 39:48 Bücheler (Keller) 2:6 (4:3).
Strafen: Merenschwand keine Strafen, UHCevi Gossau 1-mal 2 Minuten (Brühwiler).
UHCevi Gossau: Bieri; Frauchiger, Brülhart, Walther; Hürlimann Wyler, Brühwiler; d'Hooghe, Bücheler, Rüegg; Keller, L. Widmer.
Bemerkungen: UHCevi Gossau ohne K. Diener, Frank (überzählig), B. Widmer, Leimbacher, Baumgartner, L. Baltisberger.