Zum vierten Mal erreichten die Damen des UHCevi Gossau den Cupfinal und zum vierten Mal hiessen die Gegnerinnen UHC Oekingen. Zweimal gewannen die Zürcher Oberländerinnen und einmal schwangen die Solothurnerinnen obenaus. Das jeweilige Resultat war stets kanpp und Hochspannung für den diesjährigen Cupfinal war garantiert. Entsprechend waren dann auch die Erwartungen der zahlreichen Anhänger beider Teams.
Aber das Spiel wurde den hohem Erwartungen nicht gerecht, obwohl von der Torfolge her durchaus eine gewisse Spannung da war und jeder Spielausgang noch lange möglich schien. Doch der Auftritt der Gossauerinnen war nicht wirklich überzeugend. Vor allem im ersten Drittel hatte man den Eindruck, als ob sie zu dieser Morgenstunde noch nicht richtig wach wären. Sie waren meistens einen Schritt zu spät, verloren Laufduelle auch wenn sie mit Vorsprung zu diesen starten konnten und standen in der Defensive nicht nahe genug bei ihren Gegnerinnen. Trotz eher mehr Ballbesitz resultierte daraus nichts Zählbares und das war auch durchaus logisch, wenn man lediglich gefühlte zwei Abschlüsse im ersten Drittel tätigte. Und so war es klar, dass die Titelverteidigerinnen, die aber auch nicht fehlerlos waren, zur ersten Drittelspause mit zwei Toren in Fürhrung lagen.
Im zweiten Drittel bemühten sich die Gossauerinnen den Rückstand wettzumachen. Mit einem beherzten Weitschuss - endlich einmal - erzielte Flurina Kuhn im Powerplay den Anschlusstreffer und kurz nach Spielhälfte war dann Sharon Ulrich erfolgreich. Das Spiel konnte neu beginnen und man sollte Gelegenheit haben, das Versäumte vom ersten Drittel nachzuholen. Aber wenn man dem Ball keine Chance gibt, ins Tor zu gehen, d.h. mit Abschlüssen geizt - es sollen bis Ende des zweiten Drittels gesamthaft gerademal fünf gezählt worden sein -, ist es nicht erstaunlich, dass an der Anzeigetafel nichts passierte. Im Gegenteil, mit einem Doppelschlag kurz vor Ende des zweiten Drittels stellten die Oe-Queens ihren Zweitorevorsprung wieder her und die Zürcher Oberländerinnen standen am Ende des zweiten Drittels wieder dort, wo sie schon am Anfang waren,nämlich mit zwei Toren im Rückstand.
Für das letzte Drittel versuchten die Zürcher Oberländerinnen mit einem Torhüterwechsel neue Impulse zu setzen. Ein Mittel, das in der Vergangenheit schon oft Wunder gewirkt hatte. Leider blieb dieses Mal das Wunder aus. Nach fünf Minuten musste das 2:5 kassiert werden und die Oekingerinnen schienen den Sack zuzumachen. Aber so sang und klanglos wollte man dann doch nicht untergehen, und man stemmte sich mit aller Gewalt gegen die drohende Niederlage. Zwar scheiterte Melanie Egli sieben Minuten vor Ende mit einem Penlaty knapp, aber im darauffolgenden Powerplay war dann Captain Pia Eugster erfolgreich. Ein weiterer Penalty eine Minute vor Schluss brachte ein letztes Mal die Hoffnungen zurück. Leider wurde aber auch diese Chance nicht verwertet und die Oekingerinnen verteidigten ihren Titel erfolgreich.
Wir gratulieren herzlich den Solothurnerinnen zu diesem Erfolg , der bestimmt nicht gestohlen war. Sie waren das erwartet defensiv starke Team und hatten mit Miriam Hintermann und Franziska Müller zwei ganz starke Perösnlichkeiten, die den Unterschied ausmachten. Die Zücher Oberländerinnen andrerseits sollen und dürfen den Kopf jetzt nicht hängen lassen. Es ist sicher nicht schön, einen Cupfinal zu verlieren, aber um im Wankdorf einlaufen zu können, muss man zuvor auch etwas zeigen und so wird auch die Silbermedaille langsam aber sicher zu glänzen beginnen. Die Konzentration gilt es jetzt auf die Playoffs zu richten, denn in der Meisterschaft gibt es immerhin einen Titel zu verteidigen. Und dazu wünschen wir alle Gute und viel Glück!
Zum ersten Mal war der ZO mit einem Liveticker präsent. Der genaue Spielverlauf nebst einer ausführlichen Bildstrecke kann hier noch einmal verfolgt werden.
