Das Spiel stand unter dem Motto David gegen Goliath, wobei für einmal der frischgebackene KF-Schweizermeister die Rolle des Davids spielen musste oder durfte. Die verschiedenen Experten waren sich für einmal einig, dass nicht über den Sieger spekuliert werden müsste sondern über die Höhe des Resultats. Für den UHCevi Gossau wäre es bereits ein Erfolg, wenn es gelänge, die Tordifferenz unter zehn Tore zu halten und dem gegnerischen Schlussmann wenigstens ein Ei ins Netz zu legen, um einen Shutout zu verhindern.
Zudem standen im Aufgebot der Zürcher Oberländer gerade einmal acht Akteure von der Meistermannschaft und auch das Herern II konnte die entstandenen Lücken nicht wirklich schliessen.
Und trotz allen Widrigkeiten gelang es dem Underdog das Spiel gegen die übermächtigen Sarganserländer lange offen zu halten, bis diese nach der Hälfte des ersten Drittels erstmals zuschlugen. Damit war der Bann gebrochen und bis Drittelsende verschaffte sich der B-Ligist ein standesgemässes 4:0 Polster.
Das zweite Drittel aber überraschte nicht nur die Experten. Gossau - nach einem Torhüterwechsel von Fuhrimann zu Diener - hatte sich besser auf den Gegner eingestellt und stand nun denfensiv solider, vielleicht auch weil die St. Galler einen Gang zurückschalteten. Am Ende des Drittels durfte erstaunt konstatiert werden, dass kein Tor zugelassen wurde und mehr noch, Jason Abbühl gelang bei Spielhälfte sogar ein Treffer für die Einheimischen. Das Drittel entschieden die Gossauer für sich und Patrick Diener konnte gar einen Shutout feiern, sodass das Resultat mit 1:4 noch ganz ertäglich aussah.
Im letzten Drittel durfte dann noch der dritte Torhüter - Steven Seitz - sich profilieren. Ob das Rezept «Goaliwechsel» erneut funktionieren sollte? Leider nein. Die Sarganserländer hatten etwas gegen allfällige Sensationsträumereien, erhöhten die Gangart und stellten bis zum Ende das Skore auf ein standesgemässes 10:1.
Immerhin haben die Gossauer ihr Ehrentor erzielt und der Abstand auf unter 10 Tore halten können. Die «Zweistellige» konnte ganz knapp nicht verhindert werden.
Am Ende darf trotz allem ein positives Fazit gezogen werden. Der UHCevi Gossau hat sich tapfer geschlagen und hat den hochüberlegenen Gegner zumindest ein bisschen ärgern können.
Das Grossfeld-Abenteuer ist für dieses Jahr beendet und der Fokus gilt es nun auf Ligacup und Meisterschaft zu richten. Im Ligacup wartet im 1/32-Final der STV Murgenthal. Das Spiel findet spätestens am 14. August statt und dann ist der UHCevi Gossau nicht mehr in der Davidsrolle.
