...um den Ausgang des kommenden Viertelfinalspiels zwischen dem UHC KTV Muotathal und dem UHCevi Gossau zu orakeln!
Denn erstens können wir nicht beurteilen, ob die Oberschenkel der Ameisen feiss sind oder nicht und zweitens - selbst wenn wir das könnten - die Trefferwahrscheinlichkeit bei 53.5% liegen würde. Mit dem von Claude Longchamps bei seinen berüchtigten Hochrechnungen gern zitierten Unschärfebereich von +/- 10% wären wir dann am Ende «so klug wie zuvor».
Ein Blick auf die Statistik zwischen den beiden Kontrahentinnen sieht die Zürcher Oberländerinnen als klare Favoritinnen. Im letztjährgien Playoff-Viertelfinal liessen die nachmaligen Schweizeremeisterinnen mit 5:2 und 10:4 gar nichts anbrennen und auch am letzten Sonntag gabs bei der «Hauptprobe» ein eindeutiges 5:1. Eigentlich könnte man zur Tagesordnung übergehen wäre da mit Muotathal nicht irgend einmal etwas gewesen.
Richtig, 2011 war es als die Herren I im Cupfinal auf den UHC KTV Muotathal trafen. Eben hatten die Damen schon den begehrten Kübel errungen und man stellte sich schon auf eine doppelte Feier ein, denn die Herren galten damals als klare Favoriten auch wenn sich auf die wohl stärkste Thaler-Mannschaft - die Cazner-Tormonster Wyler und Betschart trugen damals noch die Farben der Schwyzer - aller Zeiten trafen. Das Drama aus Gossauer Sicht ist bekannt: 80 Sekunden vor Schluss der vermeintliche Gamewinner, dann Timeout Muotathal, 4:3 ohne Torhüter, Ausgleich und bei 59:59 der Gamewinner der Thaler. Mit der doppelten Feier wurde nichts, die UHCevi Gossau Damen konnten sich nur noch verhalten über ihren Cupsieg freuen, während die Muotathaler bereits die Siegerzigarren schmauchten!
Wir sind überzeugt, dass den Thalerinnen die letzten 80 Sekunden jenes denkwürdigen Cupfinals sicherlich mehrfach gezeigt wurde, um zu zeigen wie man in letzter Sekunde noch eine verloren geglaubte Schlacht zum Feuer heruausreissen kann, andrerseits kann die gleiche Videosequenz den Gossauerinnen aufzeigen, was man alles falsch machen kann, um einen Sieg noch aus den Händen zu geben.
Für Emotionen ist zweifellos gesorgt. Eine Favoritenrolle ist schwer auszumachen, auch wenn das eine oder andere für die letzjährigen Cupfinalistinnen sprechen mag. Die Schwyzerinnen liegen in der Meisterschaft auf dem fünften Platz, punktgleich mit den Hot Chilis auf dem playoffberechtigten vierten Rang und den Verantwortlichen ist nicht entgangen, wie die Thalerinnen an der letzten Meisterschaftsrunde die Floorball Riders auf beeindruckende Art und Weise klar mit 8:5 besiegt hatten. Gegen diejenigen FB Riders, gegen die Gossauerinnen im Ligacup Achtelfinal noch ihre liebe Mühe hatten und am Ende gerade mit einem Törchen Vorsprung die nächste Runde erreichen konnten.
So oder so, am Sonntag Abend um 19:00 Uhr in der Berufsschule Rüti wird es hoch zu und her gehen. Wir sind dabei und freuen uns drauf!