Die Damen des UHCevi Gossau nahmen bereits am Freitag die Reise ins Muotathal in Angriff. Es galt, sich direkt nach der Arbeit auf einen wichtigen Match einzustellen.
Die ersten 20 Minuten sind schnell erzählt, denn sie glichen dem ersten Drittel im ersten Playoff-Spiel. Diesmal war es jedoch Gossaus Nummer 26 die in der 10. Minute das Skore eröffnete. Kurze Zeit später konnte Tabea Arnold durch eine schöne Kombination zum 2:0 einnetzen. Herrmann reichte diesen Vorsprung noch nicht und ihre Hartnäckigkeit zahlte sich aus. In der 15. Minute musste sich Gossau das erste Mal geschlagen geben. Nach 20 Minuten Spielzeit stand das Zwischenresultat 1:3 auf der Anzeigetafel.
Im zweiten Drittel kamen neue Kräfte ins Spiel. Der Block um Eugster, Kuhn und Koller drehte auf und konnte gleich zweimal jubeln. Mit nur einem Gegentreffer konnte Gossau auch das mittlere Drittel für sich entscheiden und es stand 2:5. Im Vergleich zum letzten Spiel betrieben die Gegnerinnen aggressiveres Forechecking, was durchaus zu Fehlern in den eigenen Reihen führte. Deshalb galt es im letzten Drittel dem Ball Sorge zu tragen und geduldig zu bleiben.
Gleich am Anfang des letzten Drittels musste Benji einmal hinter sich greifen. Dies sollte ein Weckruf sein denn bei einem Spielstand von 3:5 ist der Spielraum für Fehler klein. Dies wusste Eglauf genau, zog Backhand ab und konnte den Vorsprung wieder auf drei Tore ausbauen. Eine Zweiminutenstrafe gegen Gossau gestaltete die Partie noch einmal spannend und die Zuschauer zeigten Emotionen. Muotathal agierte gleich mit 4 Feldspielerinnen. Das Boxplay von Kuhn und Herrmann übte permanent Druck aus, konnte sich so den Ball erobern und zum 3:7 einnetzen. Muotathal nützte das Powerplay dennoch aus und verkürzte auf 4:7. 55 Minuten waren gespielt und die Muotathalerinnen hatten nichts mehr zu verlieren. Sie wagten nun die Angriffe hinter das Tor der gossauer Frauen. Gossau konnte seine Gegnerinnen auskontern und den Ball noch dreimal zu einem Schlussresultat von 4:10 im Tor versenken.
Der Gegner für den Playoff-Halbfinal wird zwischen dem UHC Oekingen und dem UHT Schangnau entschieden. In der Serie konnte Oekingen den ersten Match souverän mit 4:15 für sich entscheiden. Gewinnen sie auch den zweiten Match so käme es zum Kleinfeldklassiker schlechthin. Nach der bitteren Niederlage gegen den UHC Oekingen am Cupfinal in Bern, haben die Damen vom UHCevi Gossau noch eine Rechnung offen. Das Team freut sich über jede Unterstützung!
35. Eugster (Kuhn) 1:4, 37. Muotathal 2:4, 37. Koller (Eugster) 2:5;
41. Muotathal 3:5, 46. Eglauf (Herrmann) 3:6, 55. Herrmann (Kuhn) 3:7 (Shorthander), 55. Muotathal 4:7, 56. Eglauf (Herrmann) 4:8, 58. Ulrich 4:9, 59. Ulrich (Koller) 4:10
