Auch wenn der UHCevi Gossau bis heute alle seine vier Playoff-Spiele gegen die Berner Oberländer gewinnen konnte, wird die Aufgabe keinesfalls einfach sein.
Waren die Viertelfinalspiele vor drei Jahren noch eine klare Angelegenheit - die Berner werden sich zweifellos noch an Linus Widmer erinnern, der damals aus einem überragenden Kollekitv herausstach und mit vier Tore im Hinspiel und fünf Toren im Rückspiel besonders glänzte - wurde es vor zwei Jahren im Halbfinale richtig eng. Beide Spiele endeten gerademal mit einem Törchen Untersched zugunsten der Zürcher Oberländer und in beiden Spielen vergaben die Blumensteiner wenige Sekunden vor Ende sogenannte 100%ige. Wenig hätte da nur gefehlt und die Geschichte hätte einen ganz anderen Ausgang nehmen können. Aber so waren es die Zürcher, die den Final bestreiten durften und in wohl einer ihrer besten Playoff-Serie der Geschichte den UHC Kappelen in die Knie zwangen. Mit dem Sieg im Cupfinal gegen die Canes, den Halbfinal Sieg gegen Blumenstein und den Finalsieg gegne Kappelen räumten 2013 die Zürcher alleine die ganze «Kleinfeld-Crèmedelacrème» des Kantons Bern aus dem Wege!
Nun steht also erneut der UHC Blumenstein gegenüber und die Ausgangslage ist längst nicht so klar wie sie auf dem Papier erscheinen mag. Gruppensieger aus dem Osten gegen Gruppenvieter aus dem Westen sieht nach einer klaren Sache aus ist es aber überhaupt nicht. In einer Gruppe, in welcher die renommierten Berner Hurricanes das Playoff Rendez-vous verpassen, braucht es allerhand, um sich behaupten zu können. Mit Kappelen, Mümliswil und Nuglar hatte man Kontrahenten., welche jeder für sich das Zeug hat, Schweizermeister zu werden. Und Blumenstein hat das auch, denn auch in den Reihen der Blumensteiner gibt es jemand, der weiss wie man Titel gewinnt: Raphael Brotschi, der Scharfschütze, der von den Berner Hurricanes kam, mag vielleicht läuferisch nicht mit den Schnellsten mithalten, trifft aber auch zuweilen von hinter der Mittellinie äusserst präzise und man tut gut daran zwei oder drei Gegentore von Brotschi zu budgetieren. Neben dem bulligen Raphi, ist aber auch Sandro Bieli zu erwähnen, der nicht weniger Wasserverdrängung mitbringt. Und nicht unerwähnt bleiben darf Michael Rufener, ein ausgesprochener Sniper, der vor zwei Jahren beinahe im Alleingang die Gossauer abgeschossen hatte. Eine geballte Ladung kommt da auf den Titelverteidiger zu.
Dieser hat - wie man aus verlässlicher Quelle erfahren konnte, die Cupfinal-Niederalge überwunden und die Lehren daraus gezogen. Die 5:6 Niederlage im letzten Spiel gegen Wild-Goose Gansingen darf man nicht allzu stark berücksichtigen, wurden da noch im Hinblick auf die Playoffs noch das eine oder andere - ohne näher darauf einzugehen - versucht. Mit Thomas Voegtli und Thomas Hürlimann sind ebenfalls zwei Verstärkungen gegenüber den letzten Begegnungen zu erwähnen. Thomas Hürlimann ist nach langer Verletzungspause an einem sanften Comeback dran und wird bei allfälligen Penalties und im 4:3 zum Einsatz kommen können.
Für Spannung ist auf jeden Fall gesorgt. Spielbeginn im Roosriet in Rüti ist am 14.3.2015 um 15:30 Uhr. Geleitet wird die Partie von Hercli Chrisoffel. Und nach dem Spiel kann man gleich das nächste Unihockey-Highlight geniessen: Auch die Damen des UHCevi Gossau tragen gleichenorts ihre Viertelfinalpartie gegen Muotathal aus.
