Nach dem ersten (knappen) Sieg hatte man die Goldmedalie schon in Reichweite. Leider folgten dann zwei Spiele, in denen die Ö-Queens dann ihre Stärke ausspielen konnten und zwei Mal deutlich zeigten, dass sie wieder einmal die bessere Mannschaft waren. Das Damen 1 hatte in dieser Saison nur zwei Spiele verloren. Und das waren diese beiden Finalspiele. Somit kann man trotzdem auf eine starke Saison zurück schauen.
UHC Oekingen vs. UHCevi Gossau 14:5 (4:2, 6:2, 4:1)
Das zweite Spiel in dieser Serie fand im allseits bekannten Sportzentrum in Zuchwil statt. Unsere Damen konnten durch Ulrich und Herrmann rasch mit 0:2 in Führung gehen. Leider war es das dan auch mit den Toren auf Gossauer Seite. Irgendwie fand der Ball ab diesem Zeitpunkt nur noch selten das Tor. Ganz im Gegenteil auf der Oekinger Seite. Hier schien ein Ballmagnet im Tor der Gossauer zu hängen. Bis zum Drittelsende konnten die Wasserämterinnen somit mit 4:2 in Führung gehen.
Nach der Pause war es dann erneut Herrmann, welche den Anschlusstreffer erzielen konnte. Aber dann mussten die Ö-Queens ihren Ballmagneten wieder eingeschalten haben, denn es klappte einfach alles. Bei Spielhälfte stand es bereits 8:3. Seitz liess sich auswechseln und Sigrist bekam ihre Chance in diesem Playoff Final. Dieser Wechsel schien die Ballanziehung im Gossauer Tor kurz zu stören, denn Marty konnte den vierten Treffer für Gossau erzielen. Bis zum Ende dieses Spielabschnittes traf aber auch das Heimteam noch zwei Mal und so stand es bei der zweiten Pause bereits 10:4 für das Heimteam.
Die Zürcherinnen hatten mit dem Spiel bereits abgeschlossen. Aufholen war zwar noch Möglich, aber frau musste sich bereits auf das Spiel am nächsten Tag einstellen. So wurden Kräfte geschont und Varianten ausprobiert. Immer wieder versuchte es die Gossauerinnen mit einer vierten Feldspielerin, was Herrman ausnutzen konnte. Leider trafen aber auch die Solothurnerinnen zwei Mal ins leere Tor. Zwei weitere Treffer zu Gunsten des Heimteams rundeten dieses Spiel ab. Und somit konnte der UHC Oekingen mit diesem 14:5 Sieg die Belle erzwingen.
UHCevi Gossau vs. UHC Oekingen 6:10 (2:2, 1:2, 3:6)
Bereits am nächsten Tag stand das Entscheidungsspiel, die Belle an. Gossau hatte den Heimvorteil auf seiner Seite, die Ö-Queens den Schwung vom Tag zuvor. Die Fragen die man sich vor diesem Spiel stellen konnte, waren: Wer ist noch fitter? Wer spürt das Spiel vom Tag zuvor noch in den Beinen? Unterstützung hatten beide Teams sehr viel. Die Tribüne war gut besetzt und die Stimmung auf beiden Seiten sehr gut.
Die Gäste starteten besser ins Spiel und konnten bereits in der fünften Minute in Führung gehen. Herrmann konnte aber nur eine Minute später Thomet mit einem Buebetrickli erwischen und so ausgleichen. Weitere drei Minuten später brachte Marty das Heimteam mit einem Freistoss in Führung. Aber auch diese Führung hielt nicht lange, denn die Wasserämterinnen konnten eine zwei Minuten Strafe gegen Stettbacher ausnutzen und ausgleichen. Eine Strafe gegen die Gäste konnte von den Zürcherinnen nicht ausgenutzt werden. Mit einem Spielstand von 2:2 ging es dann auch in die erste Pause.
Im mittleren Spielabschnitt gelang es dann Tanner das Heimteam in Führung zu bringen. Eine Minute später konnten die Oekinger Damen aber bereits ausgleichen und nur 13 Sekunden später auch gleich in Führung gehen. Alle weiteren Versuche Tore zu erzielen scheiterten auf beiden Seiten. Der Spielstand beim zweiten Pausentee war dann auch 3:4 zu Gunsten der Gäste.
Im letzten Drittel war dann also noch alles offen. Durch zwei Treffer der Gäste konnten sie dann auch die Führung ausbauen. Tanner konnte dann 11 Minuten vor Spielende den zwei Tore Rückstand wieder herstellen. Eine knappe Minute später waren es aber dann wieder die Gäste die ihre Führung ausbauen konnten. In der 51. Minute konnte ein Gossauer Angriff nur noch regelwidrig gestoppt werden und so durfte Arnold zum Penalty (siehe unten) antreten, welchen sie souverän versenkte. Zwei Tore in knapp neun Minuten zu schiessen war noch sehr gut möglich. Leider klappte dies aber nicht mehr. Es klappte auf Gossauer Seite gar nichts mehr. Dafür aber auf Seite der Gäste. Sie konnten bis zum Spielende noch dre Mal treffen, davon zwei Mal ins leere Tor. 15 Sekunden vor Saisonende traf dann Brecher auch noch. Dies war aber nicht mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein. Diese Tore zusammengezählt macht zum Schluss 6:10 zu Gunsten der Ö-Queens. Welche erneut beide Titel (Schweizer Meister & Cupsieger) für sich beanspruchen konnten.
An dieser Stelle Gratulation an den UHC Oekingen und wir sehen uns in der nächsten Saison wieder.(sts)
Penalty von Arnold zum 5:7:
25. Herrmann 4:3, 26. Oekingen 5:3, 29. Oekingen 6:3, 29. Oekingen 7:3, 29. Oekingen 8:3, 35. Marty (Herrmann) 8:4, 39. Oekingen 9:4, 40. Oekingen 10:4;
43. Oekingen (empty net) 11:4, 43. Herrmann (Tanner) 11:5, 45. Oekingen 12:5, 58. Oekingen (empty net) 13:5, 59. Oekingen 14:5.
28:19 Tanner (Marty) 3:2, 29:37 Bläsi 3:3, 29:50 Müller 3:4;
44:05 Roth-Vez (Müller 3:5, 45:46 Jäggi 3:6, 48:44 Tanner (Herrmann) 4:6, 49:35 Müller 4:7, 51:39 Arnold 5:7 (Penalty), 56:50 Schmid (Müller) 5:8, 58:53 Jäggi (empty net) 5:9, 59:07 Müller (empty net) 5:10, 59:45 Brecher (Tanner) 6:10.
