Das Halbfinale stand auf dem Programm. Für die Damen die letzte Hürde zur Medallie auf sicher, die Farbe der verdienten Medaille nach dieser bisher (fast) perfekten Saison muss dann der Final entscheiden.
Es sollte uns ein Oberländer Derby erwarten, das Zürcher Oberland gegen das Berner Oberland. Bei den bisherigen zwei Partien gingen je einmal die Bernerinnen und einmal die Zürcherinnen siegreich vom Platz. Dadurch konnte man keine genaue Prognose wagen, alle Fans hofften natürlich auf zwei Siege und dem damit verbundenem freien Osterwochenende.
Eins noch vorweg, beim zweiten Spiel wurden keine Bestplayer ausgezeichnet. Somit haben die Teilnehmer am Tippspiel die Möglichkeit den Einsatz entweder zu spenden, oder den Tipp im Finale nochmals zu spielen. Bitte meldet euch doch bei der betreffenden Spielerin um das Vorgehen zu besprechen.
UHCevi Gossau vs. UH Berner Oberland III 12:10 (3:4, 6:3, 3:3)
Das Spiel startete rasant, beide Mannschaften schenkten sich nichts und es wurde um jeden Zentimeter gekämpft. Besser gekämpft hatte in der vierten Minute aber der Gast, denn er konnte eine 2:1 Situation eiskalt ausnutzen. Gossau versuchte in den kommenden fünf Minuten aufzuholen und schaffte den Ausgleich nach einem Freistoss, bei welchem der Torhüter durch eine vierte Spielerin ersetzt wurde. In den nächsten zwei Minuten wurde dann auch das ganze Pulver dieses Drittels verschossen. Beo legte vor, Gossau glich aus und ging seinerseits in Führung, nur um dann wieder den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Innerhalb der erwähnten zwei Minuten wurden ganze fünf(!!) Tore erzielt, was den Spielstand auf 3:3 ansteigen liess. Marty musste dann kurz vor Schluss noch auf die Strafbank, nachdem sie zum zweiten Mal den Ball auf der Linie rettete, leider befand sie sich beim zweiten Mal im Schutzraum, was einerseits zu einem Penalty - welcher nicht verwertet wurde - führte und andererseits die zwei Minuten Strafe nach sich zog. Die Bernerinnen konnten diese Strafe ausnutzen und kurz vor der Pause ihr Team mit 3:4 in die Kabine schiessen.
Der Unterbruch schien den Gossauerinnen gut getan zu haben denn für einmal erwartete die Fans nicht das typische Gossauer zweite Drittel (Gossau hat oft einen Einbruch im zweiten Drittel. Anm. d. R.) sondern das genaue Gegenteil. Die Zürcher Oberländerinnen zogen bis zur Spielhälfte mit 8:4 davon. Die in grün aufspielenden Gäste schienen förmlich überrannt zu werden. Laut dem Spielbericht der Beo Damen lag es an der Taktik, mit welcher Gossau das Spiel diktierte und die Bernerinnen nicht umgehen konnten. Bis zum Ende dieses Spielabschnittes trafen die Gäste dann doch noch drei Mal und auch Herrmann versenkte das Runde im Eckigen zum Pausenstand von 9:7.
Die Berner Oberländerinnen versuchten nach der Pause das Spiel wieder mehr in die eigene Hand zu nehmen, was aber nur bedingt gelang. Brecher konnte mit einem Backhandschuss den Torhüter der Bernerinnen zwischen den Beinen erwischen und darf mit dem zehnten Treffer auch eine Runde Bier einen Kuchen spendieren. Ein schön ausgeführter Freistoss der Grünen brachte diese wieder auf nur noch zwei Tore Differenz an das Heimteam heran. Herrmann und Marty erhöhten aber wieder auf einen vier Tore Vorsprung. Pünktlich zum letzten Gossauer Tor erschien dann auch noch die Gossauer Fantrommel. Aber wie heisst es so schön? Besser spät als nie. Leider nutzten die Anfeuerungsrufe und die Trommeln den Gossauerinnen nichts mehr, denn es waren die Bernerinnen, welche die letzten beiden Tore in diesem Spiel schossen. Mehr als Resultatkosmetik waren sie aber nicht.
Das erste Spiel war geprägt von vielen Gehäusetreffern auf beiden Seiten, schönen, ja schon fast unmöglichen, Paraden von Seitz und den beiden Linienrettungen von Marty. Es war ein spannendes Spiel, welches aber auch ein, zwei Pfiffe mehr des Unparteiischen hätte vertragen können.
Unihockey Berner Oberland III vs. UHCevi Gossau 9:17 (0:2, 5:4, 4:11)
Das zweite Spiel hätte nicht besser starten können. Bereits nach 27 Sekunden führte Gossau dank einem Treffer von Eglauf mit 0:1. In der 15. Minute war es dann Marty, welche den zweiten und letzten Treffer in diesem Drittel erzielen konnte. Nicht, dass die Leser dieses Berichtes jetzt denken, es hätte nur zwei Angriffe in diesem Drittel gegeben, nein. Die nicht zählbaren Abschlüsse auf beiden Seiten wurden entweder von Verteidigung oder Torfrauen geblockt, trafen das Gehäuse oder verfehlten das Tor komplett.
Auch nach der Pause hatte Gossau wieder den besseren Start. Tanner benötigte nur 15 Sekunden um das erste Tor in diesem Abschnitt zu erzielen, Eglauf half mit indem sie den Ball Tanner zuspielte. In der 22. Minute musste dann auch Seitz das erste Mal hinter sich greifen. Bei einem Spielstand von 1:3 und einer verbleibenden Spielzeit von 38 Minuten hiess das aber noch gar nichts. Da war noch alles offen. Gossau konnte dann auch bis auf 1:5 davon ziehen, als das Gossauer zweite Drittel (siehe oben) einsetzte. Was auch immer dazu führte, Unkonzentriertheit, den Sieg schon auf sicher, wir wissen es nicht. Was wir aber wissen ist, dass das Heimteam den vier Tore Vorsprung aufholen konnte und bei Spielhälfte das Spiel wieder ausgeglichen hatte. Nach einem Tor von Ulrich konnten die Gossauer die Führung mit in die Pause nehmen. Bei einem Spielstand von 5:6 ist noch alles offen.
Das letzte Drittel ist schnell erzählt und das obwohl es noch 15(!!) Tore gab. Auch in diesem Drittel startete Gossau wieder mit einem Tor unter einer Minute, Brecher benötigte dafür allerdings ganze 43 Sekunden. Bis zur 44. Minute stand es dann auch schon 5:10 und Beo musste es ohne Torhüter mit einer Spielerin mehr versuchen. Sie machten das eher schlecht als recht, was zu mehr Toren für Gossau führte. Erst in der 50. Minute bei einem Spielstand von bereits 6:13 gelang dem Heimteam das Tor zu viert. Dass dieses Tor nicht mehr viel ausrichten konnte war wohl allen klar. Aber die Bernerinnen gaben nicht auf und kämpften bis zur letzten Minute. Und in eben dieser gelangen ihnen noch zwei Tore zum 8:17 und 9:17. Der Sieg der Zürcherinnen war bereits schon früher sicher. Aber man soll sich ja nicht zu früh freuen. Im Kleinfeld ist alles möglich (Cupfinal Herren KF 2016/2017).
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den Unihockey Berner Oberland III Damen für die beiden fairen und spannenden Spiele. Wenn der Schreiberling da noch was anmerken darf, auch wenn ihr nur zum Chügele noch an der Meisterschaft teilnehmt, so ist das Einlaufen, die Starting-4 und die Bestplayerwahl für die Zuschauer immer eine willkommene Show. Vielleicht im nächsten Jahr dann. ;-) (sts)
23. T. Herrmann (A. Eglauf) 4:4, 24. N. Brecher 5:4, 28. N. Brecher (L. Guillod) 6:4, 30. S. Ulrich (T. Herrmann) 7:4, 31. S. Ulrich 8:4, 34. K. Haldemann (A. Ziörjen) 8:5, 34. T. Herrmann (A. Eglauf) 9:5, 35. R. Schilt 9:6, 39. M. Egli 9:7;
44. N. Brecher (S. Ulrich) 10:7, 48. A. Schäfer (R. Schilt) 10:8, 50. T. Herrmann (S. Tanner) 11:8, 55. N. Marty (T. Herrmann) 12:8, 56. N. Kunz (A. Schäfer) 12:9, 60. M. Egli (A. Schäfer) 12:10.
21. S. Tanner (A. Eglauf) 0:3, 22. A. Schäfer (R. Schilt) 1:3, 25. T. Herrmann 1:4, 25. S. Ulrich (L. Guillod) 1:5, 28. R. Seiler (M. Rohrbach) 2:5, 28. M. Egli (A. Balmer) 3:5, 30. A. Balmer (M. Egli) 4:5, 31. R. Schilt (A. Schäfer) 5:5, 36. S. Ulrich (N. Marty) 5:6;
41. N. Brecher (N. Marty) 5:7, 42. N. Brecher (S. Ulrich) 5:8. 44. T. Herrmann 5:9. 44. T. Herrmann 5:10. 45. S. Ulrich (N. Marty) 5:11. 47. S. Ulrich (N. Brecher) 5:12. 47. K. Haldemann 6:12. 49. T. Herrmann (A. Eglauf) 6:13. 50. R. Schilt (N. Kunz) 7:13. 52. S. Ulrich (N. Marty) 7:14. 55. A. Eglauf (T. Herrmann) 7:15. 57. S. Ulrich (N. Brecher) 7:16. 58. N. Marty 7:17. 60. N. Kunz (A. Ziörjen) 8:17. 60. A. Schäfer (P. Künzli) 9:17.
