Aus der Traum vom Cupfinale

Liga-Cup
Es wird sich nichts geschenkt.

An einem verregneten, nebligen Sonntag Morgen machte sich die Truppe des UHCevi Gossau auf den Weg ins Muotathal. Das Ziel: Mit einem Sieg und dem Ticket für das Cup 1/4 Final in der Tasche nach Hause fahren. Leider war die Stimmung am Ende des Spiels vergleichbar mit dem Wetter an diesem Tag. Aber eins nach dem anderen, denn ganz so unspektakulär war das Spiel dann doch nicht und klar war der Sieg keineswegs. Eins noch vorweg, bei diesem Spiel gab es einen Liveticker für die Daheim gebliebenen. Wer sich das Spiel in Tickerform noch vor dem Bericht anschauen möchte, kann das hier machen.

Das erste Drittel startete, beide Teams versuchten erst gar nicht sich anzutasten, denn schon in der dritten Minute konne Guillod mit der Backhand das Zuspiel von Arnold verwerten. Nur 1:30 Minuten später war es dann Marty, welche zuerst in die Beine einer Verteidigerin schoss, sich den Ball zurück eroberte um ihn dann in die Ecke zu knallen. In den anschliessenden Torlosen Minuten war es ein hin und her mit guten Chancen hüben und drüben. In der 13. Minute waren es dann aber die Thalerinnen, welche dem Ball das Tor von innen zeigten. Im weitern Spielverlauf war Gossau die Spielbestimmende Mannschaft. Die Schwyzerinnen kamen zwischenzeitlich nicht mal aus ihrem eigenen Drittel. Aber wenn sie es dann doch schafften war es Brandgefährlich vor Sigrist, welche bisher ein gutes Spiel zeigte. Der kleine runde Hauptdarsteller wollte in diesem Drittel aber nicht mehr zwischen die roten Pfosten, darum blieb es am Ende des ersten Drittels bei einem Spielstand von 1:2 für die Zürcherinnen.

Die Gossauerinnen müssen wohl ihre Pausenrituale überdenken, denn auch hier (wie schon oft) wurde der Start des zweiten Drittels verschlafen. So dauerte es gerade mal 13 Sekunden bevor Muotathal ausgleichen und in der 23. Minute sogar den Führungstreffer mit einem "Buebetrickli" erzielen konnte. Aber Gossau wäre nicht Gossau, wenn sie sich davon einschüchtern liessen. Es gab weiterhin sehr viel zu sehen für die Zuschauer beider Lager, ohne den Score anpassen zu müssen. Bis in der 29. Minute Gossau einen Freistoss vor dem Thaler Tor hatte. Sauber ausgeführt von Stettbacher und ins Tor gehämmert von Tanner. Nur eine Minute später dann die Chance für den erneuten Führungstreffer, Koller konnte auf das Tor schiessen aber die Thaler Torfrau konnte in letzter Sekunde noch das Bein strecken und den Treffer verhindern. Halbzeit in diesem Cupspiel und das Resultat von 3:3 zeigt sehr schön auf, was auf dem Spielfeld ab geht. Ein weiterhin sehr enges ausgeglichenes Spiel. In der 36. Minute war es erneut das Duo Tanner/Stettbacher, welches den Goalie mit einem Weitschuss von der Mittellinie überraschen konnte. Und weil es ja so ausgeglichen war, musste das Heimteam in der 40. Minute natürlich noch den Ausgleich schiessen. Pausenstand 4:4.

Welcher Trainer in der Kabine die besseren Worte auf Lager hatte und wer am Schluss doch mehr Nerven zeigen kann werden die letzten 20 Minuten entscheiden. Dieses Mal waren es die Gossauer, welche den besseren Start hinlegen konnten und in der 42. Minute durch einen weiteren Weitschuss vom Anspielpunkt durch Guillod in Führung gehen konnten. Es geht wieder hin und her ohne verwertbares, entweder gehen die Versuche nebens Tor, oder die Hinterfrauen lassen den Ball nicht an sich vorbei. In der 47. gelang es dann Muotathal mit einem Freistoss den Ausgleich wieder herzustellen und nur einige Sekunden später durch einen Konter auch wieder in Führung zu gehen. Dies konnte Eglauf wohl nicht so auf sich sitzen lassen und schnappte sich den Ball in der Mittelzone von der Schaufel einer Gegnerin im dem Ball seinen Platz in den Maschen zu zeigen. Kurz darauf konnte die Thaler Torfrau mit einem schönen Save die erneute Führung durch Gossau verhindern. Aber die Führung liess nicht lange auf sich warten und so konnte Koller das Zuspiel durch einen Weitschuss verwerten. In der 54. Minute wieder der Ausgleich durch die Muotathaler. Ein weiterer Freistoss vor dem Muotathaler Tor konnte nicht verwertet werden. Kurz darauf die selbe Situation aber Eglauf hatte das Visier richtig eingestellt und hängte den Assist von Koller in die Maschen. Es blieben noch knapp vier Minuten zu spielen. Kann Gossau die Führung über die Zeit bringen, oder schaffen es die Schwyzerinnen nochmals den Ausgleich und evt. die Verlängerung zu erzwingen? Drei Minuten vor Schluss kam dann tatsächlich der Ausgleich. Alles war wieder offen. 15 Sekunden vor Schluss der Führungstreffer für das Heimteam. War das die Entscheidung? Leimbacher nahm das Time-Out. Beim anschliessenden Bully blieb Sigrist zu Gunsten einer vierten Feldspielerin auf der Bank. Leider half alles nichts. Die Schlusssirene erklang. Aus der Traum vom Cupfinale.

Beide Frauschaften haben stark gespielt und super gekämpft. Verdient hätten es beide Teams. Gewonnen im fünften Anlauf hat dann aber Muotathal. Wir wünschen Ihnen an dieser Stelle viel Erfolg auf dem Weg nach Bern. Die Revanche kommt dann in der Meisterschaft und wer weiss, vielleicht sogar in den Playoffs.

UHC KTV Muotathal – UHCevi Gossau 9:8 (1:2, 3:2, 5:4)
MZH Stumpenmatt, Muotathal. 100 Zuschauer. SR Theiler.
Tore: 3. Guillod (Arnold) 0:1, 5. Marty 0:2, 13. Muotathal 1:2;
21. Muotathal 2:2, 23. Muotathal 3:2, 29. Tanner (Stettbacher) 3:3, 36. Tanner (Stettbacher) 3:4, 40. Muotathal 4:4;
42. Guillod 4:5, 47. Muotathal 5:5, 48. Muotathal 6:5, 48. Eglauf 6:6, 49. Koller (Eglauf) 6:7, 54. Muotathal 7:7, 56. Eglauf (Koller) 7:8, 57. Muotathal 8:8, 60. Muotathal 9:8.
Strafen: Muotathal keine Strafen, UHCevi Gossau keine Strafen.
UHCevi Gossau: Sigrist; Stettbacher, Tanner, Eglauf; Arnold, Guillod, Marty; Krieger, Koller.
Bemerkungen: UHCevi Gossau ohne Seitz (Überzählig), Brecher (Verletzt) und Herrmann (Urlaub).