Das Cup-Viertelfinale sollte eigentlich für die Gossauerinnen eine klare Sache werden. Ob sich die Indians, welche sogar ihren eigenen Marterpfahl dabei hatten, sich gegen die Favoritinnen durchsetzen konnten wird sich zeigen. Die Zuschauer erwartete ein spannendes Spiel. Zumindest nach den ersten 20 Minuten war noch alles offen.
Kaum war das erste Drittel angepfiffen, hatten die Indianerinnen aus dem Wallis einen Freistoss vor dem Gossauer Tor. Da die Mauer nicht sehr gut stand, fanden sie eine Lücke und versenkten den Lochball ganze 18s nach Anpfiff in den Maschen. Keine 30s später war es dann Arnold, welche wieder ausgleichen konnte. Noch keine Minute gespielt konnten sich die Walliser Damen wieder in Führung sehen, doch noch bevor die Matchuhr 2 Minuten anzeigen sollte war es erneut Arnold welche die Gossauer wieder auf Augenhöhe brachte, diesmal wie beim 0:1 auch mit einem Freistoss. Was waren das doch für rasante Startminuten, vier Tore in nicht mal 2 Minuten. Das versprach einen interessanten Match. Erneut waren es die Indianerinnen, welche sich in Führung bringen konnten und erneut war es Arnold, welche den ausgleich bei einem Penalty auf der Schaufel hatte. Der Ball war im Tor, das sahen alle... Alle? Nein, der Unparteiische sah den Ball nicht hinter der Linie (Video im Anschluss) und so blieb es beim Spielstand von 2:3. Im anschliessenden Power Play konnte sich Herrmann auf Zuspiel von Brecher durchsetzen und für Gossau wieder den Ausgleich erzielen. In der 12. Minute war es dann Koller welche den Assist von Guillod in die Maschen hängte. 10s später konnte dann Marty nach einem schönen Querpass von Herrmann den Ball nochmals am Torhüter der Rothäute vorbei schieben, neuer Spielstand 5:3. Nach einem weiteren Power Play der Gossauerinnen stand es dann 6:3, welches auch das 1. Pausenresultat war.
Nach dem 1. Pausentee ging es gleich rasant weiter. In der 2. Minute durfte sich Arnold an einem weiteren Penalty versuchen, dieses mal scheiterte sie für alle sichtbar am Torhüter. Im kommenden Powerplay gelang aber der Führungsausbau durch Brecher. Dieser Führungsausbau führte wohl zu Unkonzentriertheiten und so fand ein katastrophaler Fehlpass die Schaufel einer Brigerin, welche dieses Geschenk natürlich sofort an nahm und auf 7:4 verkürzte. Der Schiedsrichter schien Gefallen an Penaltys gefunden zu haben, so durfte sich Herrmann auch noch versuchen und sie liess sich nicht zwei Mal bitten und versenkte den Ball wie es sich gehörte. Kurz darauf musste sich auch noch Arnold ein wenig abkühlen und die Strafbank wegen wiederholtem Stockschlag aufsuchen. Im folgenden Box Play waren aber nicht die Walliserinnen welche das Spiel machten, denn Koller konnte ein Zuspiel von Guillod in die Maschen hängen. Von diesem Treffer liessen sich die Brigerinnen aber nicht runter kriegen und so konnten sie kurz vor Strafende ihr Powerplay auch noch ausnutzen. Das "Stängeli" durfte sich dann Herrmann auf schreiben lassen. Es folgten noch viele weiter Tore, die alle sicher noch Beachtung verdient hätten, aber dieser Bericht soll ja nicht aus allen Nähten platzen. Zur 2. Pause stand auf der Anzeigetafel 16:5.
Ob die Walliserinnen in der Pause ein Fondue kochten oder sich ein Raclette gönnten kann hier nicht gesagt werden, auf jeden Fall mussten sie sich etwas einfallen lassen, wenn sie nicht sang- und klanglos untergehen wollten. Das letzte Drittel startete fast wie das erste. Fünf Tore in den ersten 3 Minuten, vier konnten auf das Konto von Gossau und eines auf das der Indians geschrieben werden. Das zweite "Stängeli" ging auf das Konto von Brecher. Nach einem Freistoss der Gossauer Art in der 7. Minute konnte der frisch nach der letzten Pause eingewechselte Goalie eine Parade auf sein Konto schreiben. In der 12. Minute gelang Koller auf Zuspiel von Brecher ein weiterer Treffer. Die Indians gaben aber noch nicht auf, wie es sich für Indianer gehört kämpften sie bis zum Schluss und so konnten sie in der 14. Minute einen weiteren Treffer verzeichnen. In der 17. Minute versuchten die Zürcherinnen einen weiteren "Gossauer"-Freistoss welcher auch super funktionierte, aber Brecher hatte ihr Visier wohl ein wenig verstellt und knallte den Ball weit neben dem Tor vorbei. Das letzte Tor dieses Spieles resultierte aus einer aufgeschobenen Straffe gegen die Brigerinnen. So spielte Gossau ein 4:3 welches sie gnadenlos ausnutzen konnten und den Ball in der 16. Minute durch Arnold zum Schlussresultat von 22:7 versenken konnten.
22:57 Brecher (Eglauf) 7:3 (PP), 23:56 Montani 7:4, 27:13 Herrmann 8:4 (Penalty), 28:22 Koller (Guillod) 9:4 (BP), 29:28 Montani 9:5 (PP), 34:16 Herrmann (Arnold) 10:5, 34:59 Brecher 11:5, 35:39 Marty (Herrmann) 12:5, 36:38 Stettbacher 13:5, 38:06 Herrmann 14:5, 38:59 Koller (Eglauf) 15:5, 39:59 Herrmann (Marty) 16:5;
40:42 Marty (Arnold) 17:5, 41:44 Koller (Brecher) 18:5, 42:18 Eglauf 19:5, 42:23 Grünwald 19:6, 42:49 Brecher (Stettbacher) 20:6, 51:35 Koller (Brecher) 21:6, 53:59 Millius (Steiner) 21:7, 55:12 Arnold (Eglauf) 22:7.