Und auch in dieser neuen Spielzeit gibt es vier Chancen für einen Titelgewinn und mancher Anhänger der Zürcher Oberländer fände es schon cool, wenn es Ende Saison heissen würde, in 21 Jahren UHCevi Gossau 21 Titel gewonnen...
Klar, so einfach wie es sich die Statistiker machen ist es natürlich nicht. Auch wenn die Teamverantwortlichen selbstbewusst feststellen, dass die Zielsetzung von Gossau der Titel sein müsse. Mindestens der Beginn ist dem Frauenteam geglückt. Die ersten beiden Runden im Ligacup wurden souverän gegen die Ligakonkurrentinnen von Winterthur United und gegen das ambitionierte 2.-Liga Team aus Buchberg-Rüdlingen gewonnen. Mit total 40 Treffern zeigten die Rekordmeisterinnen zudem eine beeindruckende Feuerkraft.
Das Kader hat sich im Vergleich zu anderen Jahren zeimlich stark verändert. Pia Heller und Melanie Egli sind nun definitiv zurückgetreten, Sharon Ulrich hat aufs Grossfeld zu den Floorball Riders gewechselt und Sibylle Tanner verpasst die Regular Season aufgrund eines Auslandaufenthalts. Torhüterin Nadja Seitz ist in der Babypause - die Nachwuchsförderung ist ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs... - und Torfrau Sereina «Benji» Bolliger versucht sich als Feldspielerin beim Damen 2, steht aber für Notälle zur Verfügung.
Neu bei den Zürcher Oberländerinnen ist Torhüterin Lara Sigrist von Traktor Buchberg-Rüdlingen, welche pikanterweise gleich gegen ihre ehemaligen Kameradinnen im Ligacup einen glanzvollen Einstand feiern durfte. Auch von Nadine Freiburghaus (Greenlight Richterswil) und von Ronja Trachsler (Floorball Riders) dürfen neue Akzente erwartet werden. Mindestens auf der Saisonskorerliste sind beide bereits voll integriert.
Die stärksten Gegnerinnen sind auch in dieser Saison die üblichen Verdächtigen. An vorderster Front stehen natürlich die Red Devils als zweifache Titelverteidigerinnen, die wohl als grösste Hürde auf dem Weg zu einem allfälligen Titel zu überspringen wären. Daneben sind die traditionell starken Oekingerinnen und die Floorball Albisserinnen zu erwähnen. Und aus der Romandie meldet die UHT Semsales heftig ihre Ansprüche.
Am Sonntag, 25.9.2016 geht es los und das gleich mit einem Knaller: In der Turnhalle Weid in Pfäffikon (SZ) geht es um 09:55 los mit dem Kampf gegen die Roten Teufelinnen!
Auch die Herren haben einige Abgänge zu verkraften. Mit Andreas Wintsch, Adi Vollenweider, Thomas Voegtli und Patrick Diener steht gleich ein ganzer Block inklusive Torhüter mit beachtlicher Feuerkraft nicht mehr zur Verfügung. Zudem hat sich Nicky Walther in die zweite Mannschaft zurückgezogen, darf aber für äusserste Notfälle angefragt werden.
Bei den Neuzugängen wollen die Verantwortlichen ganz bewusst Nachwuchskräfte aus den eigenen Junioren ins Herren I einbauen. Auf der Torhüterposition ersetzt Kilian Diener seinen Bruder Patrick und über die Baltisberger-Zwillinge hört man nur Gutes. Ja, es soll schon ein ganz euphorischer Anhänger von den neuen «Kleinfeld-Hofbauers» geschwärmt haben... Zudem stiess mit Sascha Rüegg ein hoffnungsvoller Nachwuchsmann zu den Rekrodtitelträgern.
Der Auftakt in die Saison ist auch den Herren geglückt. Beide Ligacup-Spiele beendeten sie als Sieger, wenn es auch gegen Dübendorf und Schüpbach mindestens zu Beginn eher zähe Angelegenheiten waren. Aber Hauptsache ist, dass sich die Favoriten - im Gegensatz zu Mitfavorit Kappelen! - nicht überraschen liessen und die Siege, wenn auch nicht soooo klar wie die Damen, einfahren konnten.
In der Zielsetzung geben sich die Verantwortlichen zurückhaltend. «Im Ligacup die Viertelfinals und in der Meisterschaft die Playoffs erreichen, denn wir sind in einer Übergangssaison und die Jungen müssen vermehrt Verantwortung übernehmen. Da muss auch der eine oder andere Fehler in Kauf genommen werden»! lautet das offizielle Wording für die Medien. Lassen wir uns überraschen! Auch die letzte Meistersaison wurde als Übergangssaison deklariert...
Auch bei den Herren sind die stärksten Widersacher dieselben wie in den vergangenen Jahren. Neben Vizemeister Cazis und Playoff-Halbfinalist Lengnau ist in der Ostgruppe bestimmt auch mit Wild Goose Gansingen zu rechnen. Im Westen sind die Blicke - zumindest im Ligacup - gespannt auf den neuen alten SVL Wiler-Ersigen mit allen Berner Hurricanes Trümpfen gerichtet. Nuglar United beeindruckte in der Vorbereitungsphase und liess schon einmal seine Muskeln spielen. Und der UHC Kappelen wird schliesslich nach dem verhauenen Ligacup alles versuchen, sich zu rehabilitieren und wenigstens in der Meisterschaft nichts anbrennen zu lassen.
Los geht's am Sonntag, 25.9.2016 in Merenschwand um 15:25 gegen den Liganeuling, die Flying Penguins - Können Pinguine fliegen? - aus Niederwil (TG).
Für die hartgesottenen Fans:
Das zweite Damenspiel gegen Racoons Herzogenbuchsee endet um 13:35. Die Fahrzeit mit dem PW nach Merenschwand dauert zirka 50 Minuten. Es reicht also inklusive Verspeisen eines Hot Dogs, rechtzeitig um 15:25 auch bei den Herren vor Ort sein zu können!
