Gossau startete gegen die FB Riders fulminant ins Spiel. Die Spielerinnen des Damen I erarbeiteten sich viele Chancen - doch kamen die Schüsse äusserst selten aufs Tor. Infolgedessen brauchte es ganze 10 Minuten bis der Ball das erste Mal im Tor der Riders zappelte. Pia Eugster hatte getroffen! Der Bann war nun nicht etwa gebrochen - Gossau brachte weiterhin die Bälle nicht aufs, sondern eben nebens Tor. Es brauchte schon einen Freistoss von Flurina Kuhn, bis Gossau sich mit 2:0 absetzen konnte. Pia Eugster konnte kurz vor der Pause mit einem Abstauber noch ein Tor drauflegen.
In der Pause wurde den Gossauerinnen dann wohl etwas Zielwasser verabreicht. Es dauerte gerade mal 23 Sekunden bis Seraina Kilchsperger einen Konter mustergültig abschliessen konnte. Resultat: 4:0. Drei Minuten später war es Sibylle Tanner, welche einen herrlichen Weitschuss in den Maschen des Tors der Riders zum 5:0 versenkte. Nun wollten die Riders reagieren und nahmen ihre Torhüterin vom Feld. Doch Lea Grütter angelte sich einen Pass einer Dürtnerin und konnte direkt ins leere Tor einschieben. Nun stand es bereits 6:0. Doch die Riders gaben nicht auf und probierten es weiter mit vier Feldspielerinnen. Schliesslich wurde ihr Einsatz mit drei Toren (!!!) belohnt. Musste Gossau nun etwa noch um die zwei Punkte zittern? Nein! Seraina Kilchsperger und Flurina Kuhn machten mit je einem Tor die Sache dann doch noch klar und die Gossauerinnen konnten über einen wohl verdienten Sieg jubeln.
Das zweite Spiel des Tages war der Spitzenkampf. Schliesslich lag Muotathal nur einen Punkt hinter Gossau. Man spürte, dass Gossau von Beginn weg klarmachen wollte, dass es den 1. Platz weiterhin für sich beanspruchte. Doch auch bei Muotathal war deutlich ersichtlich, dass sie Gossau diesen Platz nicht kampflos überlassen wollten. Trotz sehr kampfbereiter Muotathalerinnen konnte Gossau den Start des Spiels dann aber dominieren und in der Person von Pia Eugster diese Dominanz auch in ein gutes Resultat ummünzen. Pia Eugster traf im ersten Drittel dreimal, notabene auf verschiedene Art und Weise: Weitschuss, Abstauber, Powerplay. So stand es also am Ende des ersten Drittels 3:0 für Gossau.
Nach der Pause ging es in ähnlichem Stil weiter. Kaum war das Spiel wieder angepfiffen, führte Gossau bereits mit 4:0. Melanie Egli hatte im Powerplay getroffen! Muotathal wurde 10 Minuten später aber für seine Bemühungen belohnt und konnte zum 4:1 einschiessen. Dies war aber nur noch Resultatkosmetik, denn knapp drei Minuten später erhöhte Flurina Kuhn wieder auf 5:1. Den Abschluss machte Seraina Kilchsperger mit einem Weitschusstor zum 6:1.
Die Fahrt ins Bünderland hatte sich definitiv gelohnt! Schön, dass sogar noch einige (vier!) Gossauer Fans am Spielfeldrand gesichtet werden konnten. Danke!
