UHC Riehen, die grosse Unbekannte

Liga-Cup
Jubelnde Gossauerinnen sehen wir sehr gerne!
Jubelnde Gossauerinnen sehen wir sehr gerne!

Auslosungen sind bekanntlich kein Wunschkonzert, aber hätte man sich im Vorfeld der Halbfinalauslosung im Umkreis des UHCevi Gossau umgehört, hätte wohl manche und mancher den UHC Riehen als Wunschgegner genannt. Nicht dass man die Baslerinnen unterschätzen würde, sondern viel mehr, weil sie noch keine Spuren in der Geschichte des UHCevi Gossau hinterlassen hatten. Ganz im Gegensatz dazu die Kontrahentinnen im andern Halbfinal, in dem sich der UHC Oekingen mit den Roten Teufelinnen aus Altendorf misst.

Der UHCevi Gossau dominierte in den vergangenen vier Jahren die Meisterschaft und holte sich den Titel gleich vier Mal in Folge, was natürlich Rekord bedeutet. Auch im Ligacup war man zweimal erfolgreich und stand zudem ein weiteres Mal im Final. Die Gegnerinnen kamen jedes Mal aus Oekingen, und jedes Mal waren es enge und spannende Spiele. Aus diesem Grund war der Respekt vor Oekingen verständlich und man meinte, dass man lieber erst im Final, so man sich dafür qualifizieren sollte, auf Oekingen treffen wollte.

An die Roten Teufelinnen andrerseits haben die Zürcher Oberländerinnen schlechte Erinnerungen, was den Ligacup in der letzten Saison anbelangt, waren es doch die Schwyzerinnen, die den erfolgsgewohnten Gossauerinnen den Weg in den Final verbauten, nachdem man in der zweiten Drittelspause noch souverän auf Finalkurs war. Nun, eine Halbfinalrevanche für 2014 wäre zwar reizvoll gewesen, aber wenn die starken Märchlerinnen zuerst auf die solothurnischen Tabellenführerinnen treffen, kann man mindestens einem sehr starken Gegner ausweichen, auch angesichts der Tatsache, dass R.D. March-Höfe Altendorf mit ebensovielen Zählern wie die Titelverteidigerinnen aus Gossau nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses sich hinter den Zürcher Oberländerinnen einreihen.

Aus all diesen Gründen war der Wunsch nach dem Basler Halbfinalgegner verständlich, umso mehr als man zur Kenntnis nehmen durfte, dass sich die Baslerinnen nur mit grösster Mühe im Viertelfinal gegen Toggenburg-Bazenheid durchgesetzt hatten. Und die Toggenburgerinnen kennt man aus der Meisterschaft und gegen die hat man noch nie Punkte liegen lassen. Also alles klar!

Alles klar? Nein, natürlich nicht. Wir müssen da nicht einmal die Floskel vom Cup mit den eigenen Gesetzen bemühen, sondern die Fakten sprechen lassen. Der UHC Riehen ist nicht zuletzt dank dem Zuzug von Grossfeldspielerinnen zu einer Grösse in der Kleinfeldszene geworden und liegt in der Gruppe 2 hinter Oekingen auf einem sicheren Playoff-Kurs. Die Direktbegegenungen gegen Oekingen, nach wie vor eines der allerbesten Kleinfeldteams, waren knappe Angelegenheiten. Einem Unentschieden in der Vorrunde folgte in der Rückrunde ein knappe Niederlage mit nur einem Tor Differenz. Die Halbfinalqualifikation aus dieser Sicht kein Zufall und wir sind überzeugt, dass es ein spannendes und enges Spiel werden wird. Angepfiffen wird das Spiel am 17. Januar 2015 um 17:00 Uhr in der Sporthalle Niederholz in Riehen von einem der besten aktiven Kleinfeldschiedsrichter, Christoph Egger.