Bei schönstem Sonnenschein reiste unser Damenteam nach Subingen, wo ein gut bekannter Gegner wartete: Die Damen aus Oekingen.
Das Spiel startete auf Gossauer Seite etwas verhalten. Die Oekingerinnen schienen etwas wacher zu sein und schossen so nach fünf Minuten das erste Tor. Glücklicherweise weckte das die Frauen aus Gossau wirklich auf und sie fanden endlich ins Spiel. Nur eine Minute später luchste man den Solothurnerinnen den Ball ab und Andrea Eglauf konnte mit einem präzisen Schuss ausgleichen.
Damit war der Startschuss für unser Damenteam gefallen. Einige Minuten später konnte Herrmann auf Pass von Heller den Führungstreffer erzielen und in der 13. Minute konnte Guillod (auf Zuspiel von Ulrich) die Führung weiter ausbauen. Knapp zwei Minuten vor der ersten Pause schlugen dann Herrmann und Heller nochmals zu, jedoch mit vertauschten Rollen. Somit durfte man mit dem Stand von 1:4 in die Pause gehen.
In der Garderobe wurde Bilanz gezogen. Was war gut gewesen? Was musste man verbessern? Was hielt Oekingen noch im Ärmel bereit? Man war sich auf jeden Fall einig, dass man nochmals einen Schritt zulegen musste und auf keinen Fall nachlassen durfte.
Leider konnte dieses Vorhaben im zweiten Drittel so gar nicht umgesetzt werden. Das Gossauer Spiel schwächelte und statt zuzulegen, geriet man in ein Zwischentief. Die Oberländerinnen kamen zwar zu ein paar Chancen, konnten aber keine davon verwerten. Dafür drehten die Oekingerinnen auf und konnten die Gossauer Verteidigung auch prompt ausspielen und den Ball zwei Mal in die Maschen hängen. Somit war der Anschluss zum 3:4 geschafft und Coach Leimbacher reagierte: Man stellte für den Rest den 2. Drittels auf 2 Linien um, was wieder mehr Ballzeiten für Gossau brachte.
Der Start ins letzte Drittel glückte um einiges besser. Nach 6 Minuten konnte Eglauf auf Zuspiel von Tanner die Führung wieder ausbauen. 3:5. Auf der Spielerbank konnte man wieder etwas ruhiger atmen. Jedoch nicht für sehr lange: Oekingen drehte nochmals auf und schob in der 55. Minute zum 4:5 ein. Danach setzte Oekingen alles auf eine Karte: Sie ersetzten ihre Torhüterin durch eine 4. Feldspielerin. Diese Taktik trug nach einem präzisen Schuss der Nr. 10 auch Früchte: Oekingen konnte 2 Minuten vor Schluss den Ausgleich erzielen und somit die Verlängerung erzwingen.
Die Verlängerung dauerte dann leider nicht lange: Schon nach wenigen Einsätzen konnte (erneut die Nr. 10) ein Missverständnis der sonst stark spielenden Gossauer Torhüterin und der Verteidigerin ausnutzen und mit einem „Buebätrickli“ das Golden Goal zum Sieg erzielen.
Das Ziel für das kommende Osterwochenende ist nun klar: Oekingen ist schlagbar, wenn die Gossauerinnen ihr Spiel über die 60 Minuten durchziehen können und das in letzter Zeit so häufige Zwischentief einmal auslassen... Wir freuen uns auf eine tolle Revanche!
Herzlichen Dank an die mitgereisten Zuschauer und Fans.
28. Oekingen 2:4, 30. Oekingen 3:4;
47. Eglauf (Tanner) 3:5, 55. Oekingen 4:5, 59. Oekingen 5:5;
63. Oekingen 6:5
Bemerkungen: UHCevi Gossau ohne Seitz (überzählig) und Arnold (verletzt)
