Nach zähem Kampf eine Runde weiter

Liga-Cup
Eine Runde weiter...
Eine Runde weiter...

Auf dem Ligapapier eine deutliche Kräfteverteilung dürfte sich aber das Team aus dem Bündnerland als schwierige Aufgabe präsentieren, hatten doch einige Spieler eine Vergangenheit in der NLB zu verzeichnen - Die werden also wissen wo das Tor steht. Nach langer Anreise und verwirrter Suche nach dem Halleneingang, welche auch nicht für alle Spieler des heutigen Gegners auf Anhieb gelang starten wir also in die diesjährige Cupsaison. (vielleicht wird die Gemeinde Davos-Klosters noch über eine bessere Beschriftung als über elektronisch abschliessbare Garderoben nachdenken - das überlassen wir aber den Steuerzahlern im Steinbockland)

So, rein ins Spiel, Davos-Klosters mit 8 Feldspielern etwas knapp besetzt, Gossau fast vollzählig mit zwei Torhütern und 11 Feldspielern gewollt hier das Tempo zu übernehmen. Zu Spielbeginn ein engagierter Auftritt beider Teams in der Defensive, gepflegtes Aufbauspiel und wenig Fehler zu sehen, entsprechend auch wenig Chancen auf beiden Seiten. Das dürfte also eine enge Geschichte werden. Nach rund 6 Minuten ein erstes Ausrufezeichen der Einheimischen, Davos nutze einen der wenigen Fehler aus und eröffnete mit dem 1:0. Schon wieder ein Rückstand - da war doch was in der ersten Meisterschaftsrunde. Gossau nun richtig angekommen kam vermehrt zu Chancen und erzielte den Ausgleich durch Hürlimann. Es blieb eine zähe Angelegenheit und es ging bereits Richtung Ende des ersten Drittels. Davos-Klosters nutzte erneut eine Unachtsamkeit aus und erzielte den zweiten Treffer, welcher Wyler in seiner Dritten Wahlheimat als ehemaliger Spieler von Cazis mit dem Ausgleich beantwortete. Die erste Pause vor Augen wurde auch kurz vor Schluss noch die Strafbank auf Seiten von Davos besetzt, zwei Minuten wegen überhartem Körpereinsatz. Da würde sich Gossau nicht zweimal bitten lassen. Ganze 7 Sekunden dauerte es, ehe D'Hooghe die Pausenführung realisierte. Bei Gossau wunderte das niemand, wenn er Platz hat und die Lücke sieht ist das Resultat meist das gleiche. Mit 2:3 aus Sicht der Iron Marmots gings in die Pause.

Tempo höher, mehr Fehler in der Defensive zu Beginn des zweiten Drittels. Kurz nach Wiederbeginn erhöhte erneut Wyler zur Zwei-Tore-Führung. Doch auch Davos hatte eine Antwort und verkürzte in der 22. Minute auf 3:4. Nach wiederholtem Vergehen gegen Davos kam zum zweiten Mal die Powerplay-Formation von Gossau aufs Parkett. D'Hooghe wie üblich auf dem Point installiert bekam den Ball und sah erneut die Lücke. Präzise erhöhte er auf 3:5. Den Vorsprung einmal halten würde vieles vereinfachen - doch auch Davos-Klosters spielte sehr gut mit. Den Ligaunterschied sah man über das gesamte Spiel nur sehr wenig. Zu Spielmitte kamen Sie erneut heran, 4:5 hiess es nach rund 30 Minuten. Eine Reaktion musste her und diese folgte nur 10 Sekunden später. Rüegg traf freistehend aus dem Halbfeld ins obere rechte Eck, probieren kann man es ja mal. Sehenswert gelang der erneute Zwei-Tore-Vorsprung. Die Iron Marmots wehrten sich eisern gegen die spielerisch nun stärker werdenden Gossauer. Da Cupspiele selten klar entschieden werden steuerte Davos vor der zweiten Pause nochmals einen Treffer bei. Die Spannung bleibt also erhalten, mit 5:6 gings in die zweite Pause.

Wie lange könnten die Einheimischen noch mithalten? Leicht umgestellt auf Seiten von Gossau ging es in den letzten Abschnitt und es war erneut Wyler zu Beginn des dritten Drittels, welcher seinen dritten Treffer erzielte. Die Höhenluft scheint Ihm gut zu bekommen. Erneut defensiv solid spielend bei beiden Teams verstrichen die Minuten auf der Uhr. In der 51. Minute dann die wohl rückblickend vorentscheidende Strafe erneut gegen Davos-Klosters. Zum dritten Mal die Powerplayformation im Einsatz war hier die Frage nicht ob, sondern wie lange Sie sich mit dem Treffer Zeit lassen. D'Hooghe erzielte nach rund 52 Minuten somit ebenfalls noch sein drittes Tor im Powerplay. Drei-Tore-Vorsprung und noch rund 7 Minuten zu spielen, unmöglich aufzuholen ist das nicht. Eine Premiere hing zudem in der Luft, Zindel in seiner ersten Saison im Herren 1 wartete noch auf sein erstes Tor. Gute Chancen hatte er bereits genügend in dieser Partie, würden die Nerven halten für einen Treffer? 4 Minuten vor Schluss war es dann soweit, Zindel erzielte seinen ersten Treffer im neuen Dress des Herren 1 (welches Pünktlich zum ersten Cupspiel zum Einsatz kam). Zu erwähnen ist noch der letzte Treffer von den Iron Marmots zum Endstand von 6:9.

Eine Enge Partie ging zugunsten der Zürcher Oberländer aus, Gossau kann also auch gut verteidigen. Die Gastgeber waren ein würdiger Gegner und haben uns einen spannenden Cupfight geboten, wir wünschen viel Erfolg in der weiteren Saison. Weiter geht’s für die Herren des UHCevi Gossau bereits am Tag darauf in der Meisterschaft in Chur gegen Unterkulm und Merenschwand. (Einmal ins Bündnerland reisen an einem Wochenende wäre auch zu wenig).

I.M. Davos-Kloster – UHCevi Gossau 6:9 (2:3, 3:3, 1:3)
Mehrzweckhalle, Klosters-Platz. – 10 Zuschauer. – SR Manuel Hauri.
Tore: 7. F. Laely (M. Hirschi) 1:0, 12. T. Hürlimann (S. Rüegg) 1:1, 18. R. Horn (F. Steiger) 2:1, 20. A. Wyler (A. Gut) 2:2, 20. Y. D'Hooghe (L. Zindel) 2:3 (PP);
21. A. Wyler (A. Gut) 2:4, 22. R. Horn (F. Steiger) 3:4, 24. Y. D'Hooghe (A. Wyler) 3:5 (PP), 31. F. Steiger (R. Horn) 4:5, 31. S. Rüegg (T. Hürlimann) 4:6, 37. F. Steiger (R. Horn) 5:6;
44. A. Wyler (N. Walther) 5:7, 53. Y. D'Hooghe (A. Wyler) 5:8 (PP), 56. L. Zindel (T. Hürlimann) 5:9, 60. F. Laely (F. Steiger) 6:9.
Strafen: Iron Marmots 3-mal 2 Minuten, UHCevi Gossau keine Strafen.
UHCevi Gossau: P. Diener; Hürlimann, Rüegg, Zindel;  d'Hooghe, Wyler, Gut; Walther, Ehrensperger, Walter; Herrmann, Brülhart.
Bemerkungen: UHCevi Gossau ohne Keller (abwesend), Fuhrimann (überzählig).