Wenn das kein Klassiker ist!
Als sich vor vier Jahren die Damen erstmals für den Cupfinal qualifizieren konnten, traten sie zusammen mit den Herren die Reise nach Bern an. Einmalig sei es, dass sich gleichzeitig zwei Mannschaften vom gleichen Verein für DAS Highlight in der Unihockeyszene qualifiziert hätten, war die einhellige Meinung der Experten. Unverbesserliche Optimisten träumten damals gar vom doppelten Cupsieg, aber es sollte nicht soweit kommen. Die Damen starteten furios und führten bei Spielmitte mit 3:0, Sereina «Benji» Bolliger entschärfte darauf einen Penalty und alles schien in geordneten Bahnen zu laufen, bis die Oe-Queens zurückkamen. Das Spiel wurde eng und enger, aber am Schluss triumphierten die Zürcher Oberländerinnen mit 4:3 und konnten zum ersten Mal den Ligacup-Pokal stemmen. Leider konnten die Herren drei Stunden später gegen Muotathal nicht nachdoppeln, sodass die Freude über den ersten Ligacupsieg etwas getrübt wurde.
Ein Jahr später standen die Gossauerinnen erneut den Oekingerinnen im Cupfinal gegenüber. Diesmal aber mit vertauschten Rollen. Die Oe-Queens führten bald einmal 3:0 ehe die Titelverteidigerinnen sich auf der Skorerliste bemerkbar machten und rannten am Schluss zehn Minuten lange erfolglos beim Stande von 3:4 dem Ausgleich hinterher. Die Revanche der Solothurnerinnen war geglückt.
Ein weiteres Jahr später qualifizierten sich beide Teams des UHCevi Gossau für den Final und wieder standen die Damen den Oe-Queens gegenüber, die Revanche der Revanche sozusagen. Und die gelang mit 5:3 so klar wie nie zuvor… Nun bekamen die Herren die zweite Chance nach 2011 mit einem Sieg den doppelten Cupsieg für den UHCevi Gossau sicherzustellen, was dieses Mal sensationell Tatsache wurde. Gegner pikanterweise waren die Berner Hurricanes… Die Experten mussten nach neuen Superlativen suchen und betonten die absolute Einmaligkeit des eben erlebten Exploits. Der doppelte Cupsieg wurde dann auch ohne jegliche Wermuthstropfen ausgiebig gefeiert.
Und nun steht erneut das Duell gegen Oekingen auf dem Programm. Auch wenn beiderseits Leistungsträgerinnen hatten verabschiedet werden müssen, war noch genügend Substanz vorhanden, um das Duell der Duelle Tatsache werden zu lassen. Beide Equipen sind als Tabellenführer auf dem besten Weg in die Playoffs und selbst die alleswissenden Fachleute tun sich schwer, eines der beiden Teams zu favorisieren. Ein offener Kampf erwartet uns. Auch wenn Oekingen als Titelverteidiger antritt, zeigt der Blick in die Statistik, dass:
1.) die Zürcher Oberländerinnen den Cup stets in den ungeraden Jahren gewinnen
2.) das unterlegene Team bei Oekingen – Gossau nur drei Tore schiesst und
3.) der Ligacup-Titel bei den Damen nicht verteidigt werden kann…
Glücklicherweise schiessen Statistiken keine Tore und wir sind gespannt, was am 28. Februar wirklich abgeht. die Der Anpfiff in der Wankdorfhalle durch Schiedsrichter Hercli Christoffel erfolgt um 09:30. Wer nicht direkt in Bern dabei sein kann, dem sei der Liveticker (http://www.uhcevidamen.zol.ch) des Zürcher Oberländer empfohlen, welcher rechtzeitig am 28. Februar aufgeschaltet wird.
