Damen Auftakt mit Torfeuerwerk geglückt.

Cup
Welle nach dem 50:5 Sieg

Was passiert, wenn ein Underdog auf einen Titelfavoriten trifft? Nun, in den nächsten Zeilen werden Sie es zu lesen bekommen. Eins vorweg: Ich werde nicht jedes Tor einzeln aufführen, schliesslich soll dieser Bericht ja nicht mehrere Seiten lang werden.

Die ersten fünf Minuten bestanden aus gegenseitigem abtasten. Unsere Damen hatten einige Chancen, doch die Torfrau konnte zwei Mal auf der Linie retten. In der siebten Minute wollte Marty dann das Score eröffnen, sie tat dies auf Zuspiel von Herrmann. 23s später dann auch schon der zweite Treffer durch Brecher. Den Assist lies sich Guillod aufschreiben. So ging es dann auch weiter. Es fiel Tor um Tor. Und auch Guillod fiel, und zwar über die Bande. In der 10. Minute konnte die Oberländerin anscheinend die Beine nicht mehr genug hoch anheben um über die Bande zu steigen. In der zwölften Minute hatte dann auch die Torhüterin unserer Damen die erste Ballberührung des Spiels. Zu der Zeit stand es auch schon 6:0 für die Favoritinnen. Drei Minuten vor Schluss des ersten Drittels mussten die Gastgeber wegen eines Wechselfehlers noch 28s zu zweit spielen. Das letzte Tor dieses Drittels, eben jenes Powerplay Tor durfte sich Marty auf Zuspiel von Herrmann aufschreiben lassen. Schlussstand nach 20 Minuten 0:10 aus Sicht des Heimteams.

Die Pause liess beide Mannschaften durchatmen. Insbesondere auch die Torfrau des Heimteams, welche nicht nur mit den Gossauerinnen, sondern auch mit einer Mittelohrentzündung zu kämpfen hatte.
Das zweite Drittel begann, wie das erste endete. Es fielen zwei Schnelle Tore für das Gastteam. Das zweite Tor entstand durch eine 4:3 Spielsituation. Sigrist verliess zu Gunsten einer vierten Spielerin kurzzeitig das Tor. In der 26. Minute dann, kam der lang ersehnte Ehrentreffer zum 1:12. Die Bülacherinnen hatten noch nicht aufgegeben und kämpften tapfer weiter. Der 15. Treffer für die in weiss spielenden Gäste konnte durch den "Gossauer-Freistoss" (Freistoss in der gegnerischen Ecke, der Torhüter verlässt das Tor zu Gunsten eines vierten Spielers) geschossen werden. Diese Freistossvariante durften wir an diesem Abend noch viele Male bewundern, auch wenn sie nicht immer zu einem Tor führte. In der 32. Minuten konnte man sehen, dass die Bülacherinnen sich noch zu wehren wussten. Neuer Spielstand 2:15. Nach zwei weiteren Gossauer Toren dann schon der dritte Treffer für die Damen in schwarz. Das Feuer war noch da. Was dann in der 35. Minute bei einem Spielstand von 3:20 passierte, haben wahrscheinlich noch nicht viele Miterlebt, fünf Tore in 50 Sekunden. 35:00, 35:04, 35:28, 35:42 und 35:50 waren die Zeiten der Tore 21-25. Bis zur 39. Minute war es um das Heimteam wieder Ruhig geworden. Doch dann konnten sie ihr viertes Tor zum Spielstand von 4:30 bejubeln. Dieses Drittel endete mit einem Drittelsresultat von 4:22 und einem Spielstand von 4:32.

Gleich zu Beginn des letzten Drittels schossen die Bülacherinnen durch einen Freistoss ihr letztes Tor in diesem Spiel. Nach 19 Sekunden waren die Gossauerinnen noch in der Pause und der Ball fand den Weg ins Tor. Viel gibt es im letzten Drittel nicht mehr zu sagen. Unsere Damen schossen weiter Tore und die Bülacherinnen versuchten eher erfolglos dagegen zu halten. Beim Stand von 5:50 nach 59 Minuten und 14 Sekunden war der Ehrgeiz der Damen aber noch einmal geweckt worden. So war doch eben dieses Resultat auch das höchste, welches die Herren im Jahr 2015 bewerkstelligt hatten. Und diesen Rekord wollten die Damen jetzt überbieten. Immerhin blieben noch 46 Sekunden, was mehr als genügend Zeit ist um ein Tor zu schiessen und somit ein neuer Vereinsrekord auf zu stellen. Dieses Tor blieb den Damen aber verwehrt und so endete das Spiel mit einem historischen Resultat von 5:50 zu Gunsten der Gossauerinnen.

Im 1/16 Final warten jetzt die Damen des UHC Winterthur United auf unsere Ladys.

Bülach Floorball - UHCevi Gossau 5:50 (0:10, 4:22, 1:18)
Sporthalle Hirslen, Bülach. 33 Zuschauer. SR Alt.
Tore: 7. N. Marty (T. Herrmann) 0:1. 8. N. Brecher (L. Guillod) 0:2. 9. N. Brecher (S. Tanner) 0:3. 12. T. Herrmann 0:4. 12. T. Herrmann (N. Marty) 0:5. 13. N. Brecher (S. Tanner) 0:6. 15. S. Tanner (N. Brecher) 0:7. 16. A. Eglauf (T. Herrmann) 0:8. 17. L. Guillod (A. Eglauf) 0:9. 19. N. Marty (T. Herrmann) 0:10. 22. M. Stettbacher (N. Brecher) 0:11. 23. N. Brecher 0:12. 26. J. Kohler (L. Montandon) 1:12. 28. L. Guillod 1:13. 28. N. Brecher (L. Guillod) 1:14. 31. T. Arnold (S. Tanner) 1:15. 32. L. Montandon (N. Steffen) 2:15. 33. T. Herrmann 2:16. 33. T. Herrmann (N. Marty) 2:17. 34. J. Kohler (L. Montandon) 3:17. 34. N. Brecher (L. Guillod) 3:18. 34. N. Marty (A. Eglauf) 3:19. 35. T. Herrmann (A. Eglauf) 3:20. 35. N. Brecher (M. Stettbacher) 3:21. 36. L. Guillod (M. Stettbacher) 3:22. 36. N. Brecher (L. Guillod) 3:23. 36. N. Marty (A. Eglauf) 3:24. 36. A. Eglauf (T. Arnold) 3:25. 37. N. Brecher (S. Tanner) 3:26. 38. L. Guillod (N. Brecher) 3:27. 38. A. Eglauf (T. Herrmann) 3:28. 38. A. Eglauf (S. Tanner) 3:29. 39. S. Tanner (T. Arnold) 3:30. 39. N. Steffen 4:30. 40. A. Eglauf (N. Marty) 4:31. 40. N. Marty (T. Herrmann) 4:32. 41. A. Häusler 5:32. 43. T. Herrmann (N. Marty) 5:33. 45. T. Herrmann (T. Arnold) 5:34. 47. N. Marty 5:35. 48. T. Arnold 5:36. 49. N. Brecher 5:37. 49. L. Guillod 5:38. 49. N. Marty (A. Eglauf) 5:39. 51. N. Brecher (T. Arnold) 5:40. 53. A. Eglauf (L. Guillod) 5:41. 53. N. Marty (A. Eglauf) 5:42. 54. T. Arnold 5:43. 54. A. Eglauf (T. Arnold) 5:44. 54. N. Brecher 5:45. 54. M. Stettbacher (L. Guillod) 5:46. 56. T. Herrmann (N. Marty) 5:47. 57. L. Guillod (M. Stettbacher) 5:48. 59. N. Marty (T. Herrmann) 5:49. 60. A. Eglauf (T. Herrmann) 5:50
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bülach Floorball, UHCevi Gossau keine Strafen.
Gegner: Nathalie Steffen, Sina Joller, Luzia Montadon, Amy Häusler, Charlotte Lang, Daria Jäggi, Janine Kohler, Jasmin Sigg, Johanna Diyenis, Nora Schmid
UHCevi Gossau: Lara Sigrist; Sibylle Tanner, Tabea Arnold, Andrea Eglauf, Nadine Marty, Lara Guillod, Tanja Herrmann, Nina Brecher, Martina Stettbacher
Bemerkungen: UHCevi Gossau ohne Nadja Seitz (Überzählig) und Christina Koller (Verletzt).