Nach den beiden «Heimspielen» (die Anführungs- und Schlusszeichen sind hier angesichts der prekären Hallensituation in der 10'000-Seelen Gemeinde Gossau einmal mehr ganz bewusst gesetzt...) gegen die Kantonsrivalinnen Floorball Albis und Winterthur United warten mit den Floorball Riders ein weiteres Mal Gegnerinnen aus dem Kanton Zürich auf die letzjährigen Cupfinalistinnen. Austragungsort ist die Mehrzweckhalle Blatt in Dürnten, in weniger als 10km Distanz zu Gossau, sodass zumindest von daher Heimspielatmosphäre zu erwarten ist.
Die Floorball Riders spielen in derselben Meisterschaftsgruppe wie die Gossauerinnen, man kennt sich also bestens und es ist kaum möglich, dass die einen die anderen auf irgend eine Art überraschen könnten. Die Ritterinnen hatten letztes Jahr ihre beste Saison, welche sie bis in die Playoff-Viertelfinals brachte. Dort schieden sie äusserst knapp und unglücklich gegen die Hot Chilis aus Regensdorf aus. Und schaut man auf die letztjährigen Direktbegegnungen zwischen den benachbarten Teams, stellen wir erstaunt fest, dass der Rekordmeister gegen die Riders gar sieglos blieb und gerade ein mageres Pünktchen erobern konnte. «Keine einfache Aufgabe, doch haben die Riders in der letztjährigen Meisterschaft gezeigt, dass die Dominatorinnen der letzten Jahre durchaus auch zu schlagen sind», verkünden die Riders hoffnungsvooll auf ihrer Website.
Auch wenn der Saisonstart der Ritterinnen eher durchzogen war, werden sich die Gossauerinnen hüten, ihre Gegnerinnen zu unterschätzen, hatten diese doch ein äusserst happiges Startprogramm zu absolvieren und verloren den einen oder anderen Punkt nur mit viel Pech. Im Ligacup andrerseits gelang die Revanche für das Playoff-Viertelfinal-Aus gegen die Hot Chilis und man ist für das Nachbar-Duell gerüstet.
Der Cup ist ohnehin die Spezialität der F.B. Riders. Letztes Jahr erreichte deren Grossfeld-Team gar den Cupfinal und die eine oder andere Akteurin - allen voran die Ex-Nationalspielerin Andrea Benz Altenburger, Cupfinaltorschützin n.b. - haben den Wechsel aufs Kleinfeld vollzogen.
Die Gossauerinnen auf der anderen Seite haben einen optimalen Saisonstart erwischt und trotz hochkotierten Gegnerinnen wie die Red Devils oder die Hot Chilis in der Meisterschaft nichts anbrennen lassen und führen die Tabelle verlustpunktfrei an. Trotzdem wäre es verfehlt, die Rekordmeisterinnen als klare Favoritinnen zu bezeichnen. Jeder Ausgang ist denkbar und deshalb kann eine Überraschung ausgeschlossen werden. «Ein weiteres Cup-Duell, das Hochspannung verspricht!», melden die FBR auf ihrer Homepage. Da können wir uns nur anschliessen und freuen uns drauf!
