Am Sonntagnachmittag machten sich die Damen für ein Mal nicht in Pfäffikon bereit sondern in Meilen, wo uns Asyl geboten wurde um die Cupspiele der Herren und Damen aus zu tragen.
Das Spiel startete verhalten, standen sich die beiden Teams doch noch nie an einer offiziellen Partie gegenüber. Das Abtasten dauerte aber nicht lange, denn bereits in der zweiten Minute empfing Ulrich das Zuspiel von Brecher und versenkte den Ball zum ersten Mal in den Maschen. Oensingen, welche sich sehr defensiv ausrichteten liessen unseren Damen sehr viel Platz. Dies nutzte dann auch Tanner auf Zuspiel von Eglauf zum 2:0 aus. Oensingen schaffte es kaum aus der eigenen Zone und wenn doch, trafen sie das Tor nicht. Sigrist war es sichtlich langweilig. Das letzte Tor in diesem Spiel durfte sich wieder Ulrich auf die Scorerliste schreiben, wie auch beim ersten Mal war es Brecher, welche den Pass spielte. Spielstand nach 20. Minuten 3:0.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Spieltempo. Gossau machte das Spiel, Oensingen verteidigte und versuchte sich an kontern, welche entweder neben dem Tor oder bei der Torfrau endeten. Eine zwei Minuten Strafe gegen die Gäste konnte nicht ausgenutzt werden. Bei Spielhälfte gelang den Gästen fast ein Tor. Nach einem Schuss an die hintere Bande, konnte unsere Torfrau den Ball nicht unter Kontrolle bringen und er lag einige Sekunden frei vor dem Tor. Herrmann könnte in letzter Milisekunde klären und so das erste Tor der Gäste verhindern. In der 35. Minute konnte ein Abpraller vom Torwart von Herrmann verwandelt werden. In der 39. Minute wurde das Resultat durch einen Doppelschlag innerhalb von 10 Sekunden auf 6:0 angehoben.
Die meiste Action in diesem ersten Playoffspiel passierte im Schlussabschnitt. Oensingen musste ihre Spielweise anpassen, wenn sie noch etwas bewirken wollten. Das offensivere Spiel führte dazu, dass es bereits in der 42. Minute en Tor zu gunsten der Zürcherinnen gab. Ulrich kompletierte ihren Hattrick mit dem Assist von Stettbacher. 30 Sekunden später war es dann so weit, die Solothurnerinnen konnten ihren ersten Treffer verbuchen. War dies die Wende? Keinesfalls. Denn ein Wechsel bei gegnerischem Freistoss liess Arnold alleine vor einem stehenden und überraschten Torhüter stehen. Arnold musste den Ball nur noch zwischen den Beinen der Torfrau einschieben. Nach diesem Treffer entschied sich der Oensinger Trainer für ein Time Out, welches dazu führte, dass die Solothurnerinnen fortan versuchten zu viert und ohne Goalie auf dem Feld zu stehen. Die Zürcherinnen hielten gut dagegen und störten die Gäste so gut es ging um ihnen den vierten Feldspieler nicht zu ermöglichen. Ulrich störte nach Ansicht des Unparteischen zu sehr und musste für zwei Minuten auf der Strafbank platz nehmen. Oensingen spielte ihr Powerplay mit vier Feldspielern gegen zwei Gossauerinnen und konnte doch tatsächlich einen erneuten Treffer erzielen. Nach einem Stockschlag kurze Zeit später musste sich wieder eine Solthurnerin auf die Strafbank begeben. Diese Powerplay wurde von Gossau besser gespielt als das erste und darum konnte Arnold aus spitzem Winkel den Ball in die nahe, hohe Ecke schlagen. Ein empty netter in der 56. Minute war dann nur noch Resultatkorrektur. Eine Portion Slapstick Humor erfreute die Zuschauer, als Sigrist mit dem Helm in den Maschen des Dropnet hängen blieb und versuchte sich zu befreien. Ansonsten passierte nichts mehr und die beiden Teams trennten sich mit einem Schlussresultat von 10:2.
Über den Gossauer Plüschotter für die Bestplayer durften sich die beiden Torfrauen Gabi und Sigrist freuen.
Nach diesem ersten Spiel dürfte ein zweiter Sieg am nächsten Freitag erwartet werden. Falls unsere Damen gewinnen sollten, werden sehr warscheinlich die Damen des UHC BEO auf Gossau treffen. In den anderen Partien haben die alle Heimteams gewonnen, ausser bei UHC Albis vs. UHC BEO.
35. T. Herrmann (S. Tanner) 4:0, 39. N. Brecher (S. Ulrich) 5:0, 39. T. Herrmann 6:0;
P.S. falls sich jemand fragt, wieso die Scorer nicht mit denen auf Swissunihockey.ch übereinstimmen. Das liegt daran, dass der Berichtschreiber die Scorerliste direkt von der Quelle hat und die Einträge auf Swissunihockey.ch sich auf Angaben des (unaufmerksamen) Schiris berufen.
