Abgeklärt in die nächste Runde

Liga-Cup
Sichere Quali für die nächste Runde
Sichere Quali für die nächste Runde

Mit Winterthur United waren die Aufsteigerinnen zu Gast in Wetzikon. Der diesjährige Meisterschaftsgegner war im Vorfeld sehr schwer einzuschätzen. Aggressiv und stark erwartete man den 1. Liga-Neuling. Umso erfreulicher durfte man feststellen, dass zumindest an diesem Sonntagnachmittag alle Sorgen umsonst waren. Cevi präsentierte sich souverän und sicher, auf der Gegenseite blieb WinU so einige Erwartungen schuldig.

Im Vergleich zum letzten Cupspiel gegen Albis waren die Gossauerinnen bereits zu Beginn bereit. Zwar wurde noch kein Feuerwerk gezündet, jedoch konnte das Spiel von A bis Z gestaltet und dominiert werden. Bereits nach wenigen Minuten setzte Christina Koller das erste Ausrufezeichen, der Ball traf jedoch nur die Latte. In der 6. Minute erzwang Tabea Arnold den ersten Eintrag auf dem Matchblatt. Tanja Herrmann zirkelte den Ball aus dem Eck auf die völlig freistehende Tabea, welche beim folgenden Direktschuss dann keinerlei Mühe bekundete und souverän einnetzte. In der 13. Minute dann der nächste Aufreger, doch auch Nadine Marty traf nur die Torumrandung. Die Gossauerinnen dominierten das Geschehen teilweise nach Belieben und liessen in der Folge nur noch vereinzelte Konter der Winterthurer zu. Kurz vor dem Ende des ersten Drittels konnten die heimischen Spielerinnen dies dann auch in Tore ummünzen. Andrea Eglauf auf Pass von Sybille Tanner in der 16. und erneut Tabea Arnold auf Pass von Tanja Herrmann in der 18. Minute erhöhten auf 3:0. WinU auf der Gegenseite verteidigte zwar gut, erzeugte jedoch kaum Torgefahr. In den ersten 20 Minuten konnten sie gerade mal drei Abschlüsse verzeichnen.

Im Mittelabschnitt kamen die Winterthurer besser in Fahrt, wurden vorübergehend jedoch kaum gefährlicher. Das Spiel nun ausgeglichener, jedoch immer noch mit klarem Chancenplus auf Gossauer Seite. Der erste Torschuss der Gäste liess bis zur 30 Spielminute auf sich warten, dieser streifte jedoch bereits gefährlich die Torumrandung. Das Spiel wurde nun aggressiver geführt, die Zweikämpfe blieben jedoch zumeist fair. Zur Spielmitte wurde es dem Schiedsrichter zu bunt, er schickte eine Winterthurerin in die Kühlbox, hoher Stock das Verdikt. Nach diversen vergebenen Möglichkeiten war Tanja Herrmann im Powerplay erfolgreich. Von der linken Seite zimmerte sie den Ball ins entfernte Eck. 4:0, die Entscheidung? Das Heimteam schien dies bereits zu glauben. Anders sind die darauffolgenden Aussetzer kaum zu deuten. Das Verteidigen wurde eingestellt, die Manndeckung vernachlässigt und von mageren Blockversuchen wollen wir schon gar nicht sprechen. Ein halbhoher Schuss aus spitzem Winkel, das Anschlusstor aus dem Nichts. Damit noch nicht genug, Bully, Pass, Goal, 4:2 der neue Spielstand. Die Cevianerinnen nun kaum wieder zu erkennen. Verunsichert und immer einen Schritt zu spät. War man sich da vielleicht bereits zu sicher? In der einzigen Phase des Spiels in welcher es die Teams spannend machen wollten, schien es eine Frage der Zeit zu sein bis Gossau das nächste Tor kassieren würde. Doch soweit kam es nicht. Seraina Bolliger im Tor des Heimteams hatte etwas dagegen und schickte Tanja Herrmann auf die Reise. Aus heiterem Himmel brachte Herrmann mit ihrem 4. Skorerpunkt Gossau wieder zurück auf die Bahn. In der Folge kam das Selbstvertrauen zurück, das Spielsystem wurde wieder akribisch verfolgt, der nächst höhere Gang wurde eingelegt. Gerade mal 15 Sekunden später erhöhte Sybille Tanner auf 6:2. Die Schwächephase war Vergangenheit, die Gegenwart bedeutend rosiger. Kurz vor dem Ende des zweiten Abschnitts erwischte Nina Brecher den gegnerischen Torhüter auch noch auf dem falschen Fuss. 7:2 zur Pause, das Spiel schien erneut gelaufen, nun hiess es die Konzentration zu wahren.

Die Winterthurer gaben sich noch nicht geschlagen und kamen im Schlussdrittel noch zum einen oder anderen hochkarätigen Abschluss. Die Gossauerinnen liessen jedoch nichts mehr anbrennen und hatten das Geschehen in der Folge vollkommen im Griff. Sybille Tanner und Lara Guillod trafen noch für das Heimteam, auf der Gegenseite waren die Winterthurer ihrerseits zwei Mal erfolgreich. 9:4 hiess es am Ende.

Ein äusserst verdienter Sieg des amtierenden Meisters. Abgesehen von einigen schwachen Minuten im Mittelabschnitt präsentierte sich Gossau in ausgezeichneter Frühform. Nach dem 5:2-Zwischenstand hatte man die Partie zu 100% im Griff. Mit diesem überzeugenden Vollerfolg zieht der UHCevi Gossau ins Achtelfinale ein. Dort wartet mit den FB Riders ein alt bekannter Gegner, welcher seine Cupspiele ebenso überzeugend gestalten konnten.

UHCevi Gossau – UHC Winterthur United 9:4 (3:0, 4:2, 2:2)
Berufsschule Wydum, Wetzikon. – 55 Zuschauer. – SR M. Hauri.
Tore: 06:21 Arnold (Herrmann) 1:0, 15:05 Eglauf (Tanner) 2:0, 17:12 Arnold (Herrmann) 3:0;
31:36 Herrmann (Tanner) 4:0, 32:26 Wunterhur 4:1, 32:31 Winterthur 4:2, 35:33 Herrmann (Bolliger), 35:48 Tanner (Eglauf) 6:2, 38:13 Brecher (Guillod) 7:2;
42:01 Winterthur 7:3, 47:02 Tanner 8:3, 50:34 Winterthur 8:4, 51:17 Guillod (Stettbacher) 9:4;
Strafen: UHCevi Gossau keine Strafen, Winterthur 1-mal 2 Minuten.
UHCevi Gossau: 21 Bolliger Seraina (Torhüter), 73 Seitz Nadja (Ersatz), 42 Koller Christina (Captain), 25 Arnold Tabea, 12 Brecher Nina, 40 Eglauf Andrea, 24 Guillod Lara, 26 Herrmann Tanja, 13 Marty Nadine, 11 Stettbacher Martina, 39 Tanner Sibylle.

Bemerkungen: UHCevi Gossau ohne Ulrich.